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Qualifizierungschancengesetz erklärt

Mit dem Qualifizierungschancengesetz hat der Gesetzgeber die finanzielle Förderung der Weiterbildung von Beschäftigten unabhängig von ihrer Ausbildung, ihrem Lebensalter und der Betriebsgröße zugesagt. Dazu wird das bisherige Programm der Bundesagentur für Arbeit „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU) auf alle Arbeitnehmer – auch die Zeitarbeitskräfte – ausgeweitet.

Was ist das Ziel?

Für Arbeitnehmer: Vermeidung von Arbeitslosigkeit durch Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen im Hinblick auf Strukturwandel und Digitalisierung oder Qualifizierung in einem Engpassberuf.
Für Arbeitgeber: Bekämpfung des Fachkräftemangels, bzw. Bindung von bewährten Mitarbeitern.

Wer wird gefördert?

  • Arbeitnehmer in einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis
  • arbeitslose Arbeitnehmer
  • geringqualifizierte Arbeitnehmer
    • ohne Berufsabschluss
    • mit Berufsabschluss, die jedoch aufgrund einer mehr als vier Jahre ausgeübten Beschäftigung in an- oder ungelernter Tätigkeit eine dem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung voraussichtlich nicht mehr ausüben können

In welcher Höhe wird gefördert?

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Weiterbildungskosten in den Betrieben wie folgt:

  • Bei weniger als 10 Arbeitnehmern: bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und 75 Prozent der Lohnfortzahlungskosten
  • Bei mindestens 10 und weniger als 250 Arbeitnehmern: bis zu je 50 Prozent der Lehrgangs- und Lohnfortzahlungskosten
  • Bei mindestens 250 und weniger als 2.500 Arbeitnehmern: bis zu je 25 Prozent der Lehrgangs- und Lohnfortzahlungskosten
  • Noch größere Unternehmen erhalten nur bis zu 15 Prozent der Lehrgangskosten und 25 Prozent der Lohnfortzahlungskosten erstattet

Wo wird die Förderung beantragt?

Der Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit informiert Arbeitgeber über Weiterbildungsmöglichkeiten für Ihre Mitarbeiter. Telefonisch ist er unter der bundesweiten, gebührenfreien Hotline 0800/4 55 55 zu erreichen. Dort gibt es auch Informationen darüber, wie man die Zuschüsse beantragen kann und wo es zertifizierte Weiterbildungsanbieter gibt.

Welche Ausnahme von der Förderung gibt es?

Weiterbildungen, zu deren Durchführung der Arbeitgeber aufgrund bundes- und landesrechtlicher Regelungen verpflichtet ist, sind generell nicht förderfähig.