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iGZ-Hauptgeschäftsführer kritisiert Fernsehbeitrag
11.12.2014

Zeitarbeitsmessen bringen Menschen in Arbeit

Arbeitsuchende und Betriebe mit unbesetzten Stellen zusammenbringen – das ist die gemeinsame Aufgabe von Arbeitsagenturen und der Zeitarbeitsbranche. „Die Zeitarbeit bietet aber einen großen Vorteil“, reagiert iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz auf einen Fernsehbeitrag der Sendung „plusminus“. „Bei Zeitarbeitsfirmen melden sich auch Unternehmen, die nur einen vorübergehenden Personalbedarf haben.“

Das sei ein Grund dafür, dass Zeitarbeitsfirmen überdurchschnittlich häufig in der Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit auftauchten. Wie im Fernsehbeitrag dargestellt liege der Anteil bei rund einem Drittel. „Unternehmen, die nur für eine Auftragsspitze personelle Unterstützung brauchen, wollen dafür nicht unbedingt jemanden einstellen“, erklärt Stolz. Viele würden sich dann an ein Zeitarbeitsunternehmen wenden.

Folgeaufträge

Wenn die Arbeit im Einsatzunternehmen getan ist, sucht die Zeitarbeitsfirma einen anderen Einsatz für den Mitarbeiter. Wenn es zu einer Kündigung eines Helfers kommt, liegen die Gründe laut Untersuchungen des iGZ-Mittelstandsbarometers zumeist in personen- oder verhaltensbedingten Gründen. "Besonders hoch ist die Übernahmequote bei Fachkräften. Denn viele Unternehmen nutzen die Zeitarbeit als Rekrutierungsdienstleistung“, verdeutlicht Stolz.

Chance für Arbeitsuchende

„Viele Arbeitsagenturen und Jobcenter veranstalten Zeitarbeitsmessen, die die Hürden  in den Arbeitsmarkt deutlich reduzieren. Die Arbeitgeber kommen direkt auf die Arbeitsuchenden zu und bieten ihnen feste Verträge an“, sieht Stolz nicht ein, warum die „plusminus“-Redaktion diese Vorgehensweise kritisiert. Gerade für Langzeitarbeitslose sei Zeitarbeit eine große Chance. Zwei Drittel aller Zeitarbeitskräfte waren zuvor beschäftigungslos. „Wenn eine Arbeitsagentur nach einer solchen Messe weniger gemeldete Arbeitslose zählt, dann bedeutet das, dass diese Menschen eine feste Beschäftigung gefunden haben!“ Und niemand werde gezwungen, ein Beschäftigungsverhältnis mit einem Personaldienstleister einzugehen.

Übernahmequote konstant hoch

Wenn sich im Kundenbetrieb aus der vorübergehenden Auftragsspitze ein langfristiger Personalbedarf entwickelt, übernehmen diese Betriebe regelmäßig die Zeitarbeitskräfte. Laut iGZ-Mittelstandsbarometer liegt die Übernahmequote bei rund einem Drittel. „Das ist die doppelte Arbeitsplatzchance, die Zeitarbeit bietet“, verdeutlicht Stolz. Vermittlungsprovisionen fordert laut einer Untersuchung der SI GmbH nur jedes fünfte Zeitarbeitsunternehmen.

Tariflohn und Branchenzuschläge

Zeitarbeitskräfte haben dieselben Arbeitnehmerrechte wie jeder andere Angestellte auch. Sie haben in der Regel eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung und werden nach Tarif bezahlt. Branchenzuschläge regeln darüber hinaus eine stufenweise Lohnerhöhung nach Einsatzdauer. „Zeitarbeitsverhältnisse sind also genauso wertvoll wie jedes andere Beschäftigungsverhältnis“, stellt Stolz klar. (ML)

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