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Statistisches Amt der BA legt neue Zahlen vor
31.01.2018

Zeitarbeitsmarkt boomte im November

Zeitarbeit im Aufwind: Im Vergleich zum Vormonat nahm die Zahl der Zeitarbeitnehmer im Monat November 2017 um 13.700 (1,5 Prozent) auf insgesamt 914.400 zu. Im Oktober ´17 waren es noch 900.700 Zeitarbeitskräfte. Im Vorjahresvergleich zum November 2016 gab es insgesamt 38.400 (4,4 Prozent) mehr Zeitarbeitnehmer – Zeitarbeit hat sich also erneut nicht nur als Jobmotor, sondern auch als Konjunkturbarometer bewährt.

„Der Arbeitsmarkt ist schwungvoll in das neue Jahr gestartet. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar zwar gestiegen, aber schwächer als für die Jahreszeit üblich“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, zu den Arbeitsmarktzahlen für Januar.

Mehr Arbeitslose

Im Zuge der Winterpause habe sich die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 185.000 auf 2.570.000 erhöht. Der Anstieg war laut BA-Pressemitteilung geringer als üblich. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse werde für den Januar daher ein Rückgang um 25.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 207.000 weniger Beschäftigte arbeitslos gemeldet.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtige, sei gegenüber dem Vormonat um 28.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Januar auf 3.515.000 Arbeitnehmer. Das waren 198.000 weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigung ist weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit, da mehr – insbesondere Flüchtlinge – gefördert wurden als im Vorjahr. Die Auswirkungen der Fluchtmigration auf die Vorjahresveränderung sind erkennbar.

44,62 Millionen Beschäftigte

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember gegenüber dem Vormonat um 67.000 gestiegen. Mit 44,62 Millionen Beschäftigten fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 641.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Oktober auf November saisonbereinigt um 84.000 zugenommen. Insgesamt waren im November nach hochgerechneten Angaben 32,82 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 756.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Hohe Nachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bleibe auf sehr hohem Niveau. Im Januar waren 736.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt habe sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 2.000 erhöht.

Ausbildungsstellen

Von Oktober 2017 bis Januar 2018 waren insgesamt 69.000 Bewerber gemeldet, die weiterhin, erneut oder erstmalig eine Ausbildung zum sofortigen Eintritt suchten. Bis Januar 2018 haben davon 41.000 Jugendliche noch eine Ausbildungsstelle gefunden oder haben sich für eine Alternative entschieden. Insgesamt waren im Januar 2018 – zum Ende der Nachvermittlung – noch 28.000 gemeldete Bewerber unversorgt. Im Januar liegen erste Daten für das neue Berufsberatungsjahr 2017/18 vor.

Weniger Bewerber

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt mit 394.000 um 13.000 höher als im Januar des Vorjahres. Die Bewerberzahl bewegt sich mit 324.000 um acht Prozent unter Vorjahresniveau. Der Ausbildungsmarkt sei im Januar noch sehr stark in Bewegung. Deshalb sei es für eine fundierte Bewertung noch zu früh. (WLI)

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