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IAB-Forum analysiert Agenda 2010
19.12.2013

Zeitarbeits-Zuwachs nur zeitweise beschleunigt

Die Hartz-Reformen führten nicht zu einer nachhaltigen Beschleunigung des Wachstums der atypischen Erwerbsformen. Sie haben diesen Trend nur zeitweise verstärkt, und das auch nur bei den Minijobs, der Zeitarbeit und der Solo-Selbständigkeit.

Der Wandel der Erwerbsformen sei vor allem Ausdruck eines langfristigen Trends, erklärt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der aktuellen Ausgabe 2/2013 der Zeitschrift „IAB-Forum“ mit dem Schwerpunktthema „Zehn Jahre Agenda 2010“.

Geringste Beschäftigungsquote

In der IAB-Pressemitteilung heißt es weiter: Die Zeitarbeit wies zwar neben den Minijobs die höchsten Wachstumsraten auf, stellt aber in absoluten Zahlen betrachtet noch immer die Erwerbsform mit den wenigsten Beschäftigten dar. Ihr starker Aufwärtstrend zwischen 2004 und 2008 endete mit einem deutlichen Rückgang im Krisenjahr 2009. Die Beschäftigungsverluste wurden dann im Jahr 2010 wieder ausgeglichen.

Rahmenbedingungen geändert

Bei den Minijobs, der Zeitarbeit und der durch das neue Instrument der „Ich-AG“ geförderten Solo-Selbständigkeit wurden durch die Hartz-Reformen rechtliche Rahmenbedingungen verändert. Bei der sozialversicherungspflichtigen Teilzeit und der befristeten Beschäftigung, den weiteren atypischen Beschäftigungsformen, änderte sich rechtlich dagegen nichts.

Erhöhter Druck

Die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, eine kürzere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds und striktere Zumutbarkeitskriterien erhöhten allerdings für Arbeitslose generell den Druck, Konzessionen bei der Aufnahme einer Beschäftigung in Kauf zu nehmen, schreiben die Arbeitsmarktforscher. Dennoch sei bei der befristeten Beschäftigung und der sozialversicherungspflichtigen Teilzeit kein Effekt der Hartz-Reformen erkennbar. (WLI)

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