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BA veröffentlicht Stock-Flow-Analyse zur Langzeitarbeitslosigkeit
23.01.2015

Zeitarbeit - Sprungbrett zurück auf den Arbeitsmarkt

Rund 270.000 Zeitarbeitnehmer in Deutschland waren laut Bundesagentur für Arbeit „nicht unmittelbar vorher, aber früher bereits beschäftigt“. Cirka 43.000 Arbeitnehmer waren zuvor langzeitarbeitslos. Die Zeitarbeit ist demnach also ein echtes Sprungbrett zurück auf den Arbeitsmarkt. Eine „Stock-Flow-Analyse“ – systematische Bestandsuntersuchung - zur Langzeitarbeitslosigkeit präsentierte jetzt die BA in einer Veröffentlichung.

Problem bei der Bestandsaufnahme: Langzeitarbeitslosigkeit ist kein statischer Block, der sich nicht verändert. Wer länger als ein Jahr arbeitslos ist, gilt als langzeitarbeitslos. Selbst wenn der Bestand der Langzeitarbeitslosigkeit konstant bleibt, können viele Personen neu langzeitarbeitslos geworden sein und viele andere ihre Langzeitarbeitslosigkeit beendet haben.

Ansatzpunkte

Die hinter den Bestandszahlen ablaufenden Prozesse können laut BA mit einer Stock-Flow-Analyse herausgearbeitet werden. In dem Methodenbericht werden die Messung sowie der Zusammenhang von Bestand (stock) und Bewegung (flow) erläutert. Mit der Stock-Flow-Analyse kann die Vergangenheit untersucht und es können Szenarien für die Zukunft entwickelt werden. Damit werden  Ansatzpunkte für arbeitsmarktpolitisches Handeln entwickelt.

Abgangschancen

2014 etwa wurden 14,9 Prozent der Arbeitslosen, die 2013 arbeitslos wurden, langzeitarbeitslos. Die Abgangschancen zeigen die Chancen, Langzeitarbeitslosigkeit im nächsten Monat zu beenden. 2014 beendeten monatsdurchschnittlich 6,3 Prozent der Arbeitslosen ihre Langzeitarbeitslosigkeit. 2014 hat sich, so die BA, das Übertrittsrisiko leicht verringert und die Abgangschance etwas erhöht. Effekt: Der Bestand von Langzeitarbeitslosen ist im Jahresverlauf leicht gesunken. (WLI)

Die BA-Analyse steht im Anhang zum Download.

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