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01.06.2015

Zeitarbeit nicht infrage stellen

„Zeitarbeit“ statt Leiharbeit, keine Branchenzuschlagstarifzensur, die Integration von Tariföffnungsklauseln und die Aufhebung des sektoralen Verbotes der Zeitarbeit im Bauhauptgewerbe, benannte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz die zentralen Ziele der Zeitarbeitsbranche.

Im Rahmen einer Fachtagung zu den geplanten Regulierungen der Zeitarbeit durch die Große Koalition referierte Stolz in Weimar vor zahlreichen Vertretern aus Wissenschaft, Arbeitsgerichtsbarkeit, Anwaltschaft und Politik.

Kurzarbeitergeld

Neben diesen Forderungen appellierte der iGZ-Hauptgeschäftsführer zudem dafür, das Kurzarbeitergeld auch wieder für die Zeitarbeitsbranche zu ermöglichen und das Beschäftigungsverbot für Nicht-EU-Ausländer aufzuheben.

Jobmotor erhalten

„Die Bundesregierung sollte mehr Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Tarifautonomie setzen und die Arbeitsmarktchancen durch den Jobmotor Zeitarbeit erhalten“, unterstrich Stolz seine Mahnung, Gesetz nicht vor Tarif zu stellen. „Die Tarifvertragspartner und Betriebsparteien“, so der iGZ-Hauptgeschäftsführer, „haben längst ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, im Wege der Selbstregulierung sachgerechte, faire Branchenregelungen in der Zeitarbeit zu finden.“

Rechtspolitisch verfehlt

Mit Blick auf die geplante Höchstüberlassungsdauer verwies er darauf, „dass selbst die sehr restriktiven EU-Länder keine pauschalen Höchstgrenzen bei der Überlassungshöchstdauer kennen“. Eine zusätzliche strenge absolute Obergrenze bei der maximalen Überlassungsdauer sei mit Blick auf die Gleichbehandlung rechtspolitisch völlig verfehlt. Stolz: „Wir brauchen endlich ein planungssicheres Leitbild guter Zeitarbeit, das nicht von jeder neuen Bundesregierung wieder durch einen Zick-Zack-Kurs infrage gestellt wird.“ (WLI)

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