Beschäftigungsbereitschaft von Unternehmen erfragt

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Themenseite: Arbeitsmarktpolitik

Zeitarbeit löst Bürokratieproblem

Gerade große Unternehmen sehen in Zeitarbeit ein geeignetes Instrument zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. 25,7 Prozent der vom IW Köln Befragten bejahten, dass Zeitarbeit die Einstiegsmöglichkeiten von Flüchtlingen fördere. Weitere 42,8 Prozent antworteten mit „eher ja“.

Auch die mittelständischen Unternehmen stimmten der Frage überwiegend zu (20,3 Prozent: ja, 34,5 Prozent: eher ja). Etwas skeptischer zeigten sich kleine Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern. 12,3 Prozent stimmten den Integrationschancen von Zeitarbeit voll zu, 32,4 Prozent bedingt.

Beschäftigung über Zeitarbeit

Dementsprechend zeigten große Unternehmen auch eine höhere Beschäftigungsbereitschaft: 51,2 Prozent können sich einen Einsatz von Flüchtlingen über Zeitarbeit vorstellen. Bei den mittelständischen Unternehmen liegt dieser Anteil bei 36,9 Prozent, bei kleinen Unternehmen nur bei 16,5 Prozent.

Scheu vor bürokratischem Aufwand

Das passt dazu, dass Großunternehmen den bürokratischen Aufwand bei der Einstellung von Flüchtlingen als problematischer empfinden als Kleinunternehmen. 67,9 Prozent der Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern gaben an, die Bürokratie sei eine große oder mittlere Hürde. Von den Kleinunternehmen empfanden das 54,7 Prozent als Hindernis.

Zeitarbeit hilft

Zeitarbeit löst das Bürokratieproblem für Kundenunternehmen. Die Flüchtlinge sind dann direkt beim Zeitarbeitsunternehmen angestellt, welches sich als Arbeitgeber um alle Rahmenbedingungen kümmert. Dazu gehört bei Flüchtlingen beispielsweise auch die Überprüfung der Arbeitserlaubnis. Das Kundenunternehmen hat mit diesen formalen Anforderungen keine Berührungspunkte und bezahlt lediglich die von der Zeitarbeitskraft geleisteten Arbeitsstunden. Dadurch baut Zeitarbeit bei vielen Unternehmen die Scheu vor der Beschäftigung von Flüchtlingen im eigenen Betrieb ab. (ML)