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iGZ-Landeskongress Nord: Ole von Beust appelliert für Dialog zwischen Zeitarbeit und Politik
12.11.2015

Zeitarbeit immens wichtig für Integration

„Wenn ich die Berichterstattung über die Zeitarbeitsbranche verfolge, habe ich manchmal das Gefühl als würden die Mitarbeiter gezwungen, in der Zeitarbeit zu arbeiten. Das ist doch eine eigene Entscheidung, die jeder Arbeitnehmer bewusst für die Zeitarbeit fällt. Es wird doch niemand gezwungen“, stellte Ole von Beust, ehemaliger Erster Bürgermeister Hamburgs, sachlich fest.

Anlässlich des iGZ-Landeskongresses Nord in Hamburg richtete der Politiker ein Grußwort an die rund 300 Teilnehmer der Veranstaltung. Es stelle sich, so Beust, in diesem Zusammenhang auch die Frage, „warum die Politik ständig das Bestreben hat, die Branche zu regulieren?“

Wettbewerbsfähigkeit

Viele deutsche Wirtschaftsunternehmen kämen doch ohne das Flexibilisierungsinstrument Zeitarbeit überhaupt nicht zurecht. „Die Flexibilität ist ein wesentliches Element der Wettbewerbsfähigkeit. Man muss dem Mittelstand die Luft zum Atmen lassen, Spitzen abarbeiten zu können und flexibel zu agieren“, betonte der ehemalige Bürgermeister. Sonst laufe man Gefahr, die Unternehmen aus Deutschland herauszutreiben.

Flüchtlinge

„Auf die Zeitarbeitsbranche kommt eine besondere Aufgabe und Verantwortung zu“, richtete der Redner das Augenmerk auf die Flüchtlingspolitik. „Über 80 Prozent der Flüchtlinge hat keine abgeschlossene Schulausbildung. Die Unternehmen werden sich in den ersten Jahren damit sehr schwer tun. Hier sollte man auf die Erfahrung der Zeitarbeit zurückgreifen. Den Flüchtlingen sollte damit der Zugang auf den Arbeitsmarkt ermöglicht werden“, appellierte er in Richtung Politik, die Branche nicht noch weiter gesetzlich zu regulieren.

Mangelnde Akzeptanz

Und Ole von Beust nannte Gründe für die mangelnde Akzeptanz der Zeitarbeit: „Wir sind in Deutschland in einer Phase, in der die Politik das geradezu zwanghafte Bedürfnis verspürt, alle Lebensbereiche fürsorglich zu regeln. Das soll Geborgenheit und Sicherheit geben, geht aber am globalen Wettbewerb völlig vorbei“, analysierte er die Situation. Objektiv spiele die Zeitarbeit eine wichtige und fördernde Rolle. „Die Branche kämpft aber gerade wegen der Flexibilität noch mit dem Misstrauen von Politik und Öffentlichkeit.“

Das Gespräch suchen

Ein Staat, der jeden Lebensbereich regelt, führe zu einer Gesellschaft, die regelrecht erstarre. „In dieser Zeit des globalen Wettbewerbs ist das vollkommen idiotisch. Und es wird ja auch kein Unternehmen gezwungen, mit der Zeitarbeit zusammen zu arbeiten“, unterstrich von Beust. Er gebe der Branche den Rat, die Auseinandersetzung zu suchen – besonders auch mit der Politik. In Kleinarbeit müsse der Boden für die Zeitarbeit mit sachlicher und fördernder Argumentation bereitet werden. „Sie müssen viele Gespräche führen, vor allem auch mit Journalisten, denn Sie haben eine Branche, die immens wichtig für Integrationsaufgaben ist. Sie haben allen Anlass, auf das Geleistete stolz zu sein“, verdeutlichte der Hamburger die wichtige Rolle, die Zeitarbeit täglich bei der Integration ausländischer Mitarbeiter spiele. (WLI)

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