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Studie zu Mindestlohnauswirkungen vorgestellt
24.06.2014

Zeitarbeit - große Chance für Langzeitarbeitslose

Besonders für Langzeitarbeitslose dürfte sich die Attraktivität der Zeitarbeitsbranche bald nochmals steigern: Die Politik diskutiert darüber, ob für jene bei Aufnahme einer Beschäftigung der geplante Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro die ersten sechs Monate nicht gelten solle.

Eine Frage, die in der Zeitarbeitsbranche nicht existiert, denn der Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro ist längst garantiert – egal, wie lange jemand vorher arbeitslos war. Und das trifft nicht wenige: 64 Prozent der Zeitarbeitnehmer kommen aus der Beschäftigungslosigkeit – 16 Prozent davon waren vorher langzeitarbeitslos.

Unbefristete Arbeitsverträge

Und die Festanstellung lohnt sich: 90 Prozent arbeiten in Vollzeit, 84 Prozent haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Tasche. Und: 90,7 Prozent der befragten Unternehmen bezahlen ihren Mitarbeitern profilbezogen ein übertarifliches Entgelt. Der Weg zurück auf den Arbeitsmarkt stellt zusätzlich auch eine doppelte Chance dar: Laut iGZ-Mittelstandsbarometer, für das die Soziale Innovation (SI) GmbH quartalsmäßig die 2.800 iGZ-Mitgliedsunternehmen befragt, werden aktuell ein Drittel (34 Prozent) aller Zeitarbeitnehmer von den Kundenunternehmen ins eigene Stammpersonal übernommen.

Einschränkung problematisch

Als problematisch sehen die diskutierte Einschränkung auch Gerhard Bosch und Claudia Weinkopf vom Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen, die jetzt eine Studie zum geplanten Mindestlohn im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erstellten und veröffentlichten.

Missbrauch

„Die Ausnahmeregelung“ so das Autorenduo, sei „in hohem Maße missbrauchsanfällig". Bosch und Weinkopf empfehlen, neben dem Mindestlohn auch die Tarifverträge zu stärken. Damit könne der Niedriglohnsektor wirksam eingedämmt werden. (WLI)

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