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Ausländeranteil in der Branche dreimal höher als in der Gesamtwirtschaft
12.08.2015

Zeitarbeit echte Alternative für Migranten

Laut Statistischem Bundesamt haben 16,5 Millionen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Fast alle Migrantengruppen – so das Ergebnis einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung – stoßen auf größere Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche als vergleichbare Arbeitnehmer ohne Migrationshintergrund. Zeitarbeit ist für Ausländer die erste Anlaufstelle, wenn es um den Einstieg oder die Rückkehr auf den deutschen Arbeitsmarkt geht:

182.477 Ausländer waren laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2014 in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt – bei einem Gesamtvolumen von 823.834 macht das einen Anteil von 22,15 Prozent aus.

Gesamtwirtschaft

Nahezu jeder vierte Mitarbeiter in der Zeitarbeit hat also ausländische Wurzeln. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der Anteil ausländischer Kräfte in der Gesamtwirtschaft bei 8,2 Prozent (2.452.858 Arbeitnehmer). Gleichzeitig gab es 27.463.191 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Deutsche, was einem Prozentsatz von 91,8 entspricht.

Förderung

In ihrer Analyse formulierten Jutta Höhne und Dr. Karin Schulze Buschoff vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, dass nicht nur Neuzuwanderer, sondern auch Migranten, die schon länger in Deutschland leben, besser gefördert werden müssen.

Erwerbslosenquote

Zwei Drittel von ihnen seien im Ausland geboren. Die meisten leben seit mehr als zehn Jahren in der Bundesrepublik. Ein Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund sei hier geboren, zähle also zur zweiten Generation. Die Erwerbslosenquote von Migranten liege insgesamt bei fast zehn Prozent - etwa doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung.

Akademiker

Auffällig sei, dass es unter den Zugewanderten einerseits viele gut ausgebildete Menschen gebe: Zuwanderer aus West- und Nordeuropa seien mit einem Akademikeranteil von 36 Prozent besonders häufig hoch qualifiziert, aber auch Zuwanderer aus der EU-Ost und aus vielen Drittstaaten seien mit einem Akademikeranteil von 19 beziehungsweise 24 Prozent überdurchschnittlich oft gut gebildet. Andererseits sei aber auch der Anteil von Personen ohne Abschluss deutlich höher als bei Einwohnern ohne Migrationshintergrund, was unter anderem damit zusammenhänge, dass das System der dualen Berufsausbildung in den Herkunftsländern nicht sehr verbreitet sei.

Qualifizierung

"Deutschland zählt laut OECD mittlerweile zu einem der attraktivsten Migrationsziele", erklären Höhne und Schulze Buschoff. Dank einer Reihe von neuen oder überarbeiteten Gesetzen seit 2012 sei der Zuzug von Fachkräften erleichtert worden. Es sei jedoch notwendig, „nicht nur Neuzuwanderung zu fördern und zu regeln", sondern die Aufmerksamkeit sehr stark auch auf eine bessere Unterstützung der bereits lange in Deutschland lebenden Migranten zu richten. Die Wissenschaftlerinnen fordern, dass mehr Geld in die Qualifizierung von Zuwanderern aus Drittstaaten fließt. (WLI)

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