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Demografiekongress diskutierte über Pflegepersonal
27.09.2021

Zeitarbeit brauchen wir

„Der Stellenwert von Zeitarbeit in Pflege und Medizin“, ein Thema, das immer wieder kontrovers diskutiert wird. Auf dem 13. Demografiekongress in Berlin setzte sich iGZ-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Schwarzer in der Expertenrunde für eine sachliche Bewertung der Leistung der Personaldienstleister ein. Doch bereits in der Anmoderation von Dr. Ingrid Völker, geschäftsführende Gesellschafterin des Instituts für Wirtschaft und Soziales (WISO), ging es um die Einsatzverbote in Fleischindustrie und Baugewerbe.

Über Zeitarbeit in der Pflege diskutierten (von links) Christine Vogler, Thomas Meißner, Ulrike Schwarzer, Dr. Andrea Grebe und Dr. Ingrid Völker.
Über Zeitarbeit in der Pflege diskutierten (von links) Christine Vogler, Thomas Meißner, Ulrike Schwarzer, Dr. Andrea Grebe und Dr. Ingrid Völker.

Ulrike Schwarzer äußerte sich zum negativen Image der Zeitarbeit: „Ich stehe jeden Morgen auf, dass es besser wird.“ Viele Dinge in der Zeitarbeit seien nicht bekannt. Die Tarifverträge, die 35-Stunden-Woche, dies führe zu Rosinenpicken im negativen Sinne. „Vieles stimmt nicht. Meine Mitarbeiter lieben ihren Job vor allem in der Pflege. Das kann man nur mit Herzblut machen“. Zur weitverbreiteten Meinung die Zeitarbeit habe einen großen Zulauf in der Pflege, sagte Schwarzer: „Der Personalnotstand macht vor unserer Tür nicht halt!“

Flexibel und spontan

Heftig diskutiert wurde in der Runde, warum Menschen aus den Einrichtungen zu anderen Arbeitgebern abwanderten. Christine Vogler, Präsidentin des deutschen Pflegerats erklärte: „Was suchen die Menschen bei der Zeitarbeit - flexibel zu sein, spontan zu sein.“  Auch Andrea Grebe, ehemalige Vorstandsvorsitzende von Vivantes schlug vor „über einen vernünftigen Weg“ zu ringen. Sie hätten viele Wege im Klinikum versucht, es gehe aber zurzeit nicht ohne die Zeitarbeit. Thomas Meißner, stellvertretender Vorsitzender beim Anbieter Verband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen (AVG): „Zeitarbeit hatte mal einen schlechten Ruf. In der Pflege ist es diametral entgegen. Der Unterschied zu Zeitarbeitsunternehmen und uns als Arbeitgeber ist, dass wir den Versorgungsdruck haben.“ Dennoch soll die Zusammenarbeit mit den Zeitarbeitsunternehmen weiter bestehen. Frau Vogler sagte hierzu: „Ich bin die Letzte, die Regulierungen fordert. Zeitarbeit brauchen wir!„ (AR)
 

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