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iGZ-Landeskongress Nord: Referenten kritisieren geplante Änderungen
20.09.2016

"Völlig überflüssige AÜG-Reform"

Mit einem lauten Knall eröffnete Jürgen Sobotta, Landesbeauftragter des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen für Niedersachsen, den iGZ-Landeskongress Nord in Hannover – allerdings war´s nur ein technisches Problem, das dann auch schnell gelöst war. Zum Auftakt ließ der Landesbeauftragte vor rund 300 Teilnehmern die zahlreichen Regulierungen der Zeitarbeitsbranche Revue passieren - die ebenfalls ein Knall für die Branche seien.

Er erinnerte daran, dass die Branche die Herausforderungen stets gemeistert habe. Zur aktuellen geplanten Reform äußerte Sobotta, es gebe noch zahlreiche Unklarheiten und fehlende Definitionen – etwa zur Frage, was denn beispielsweise Equal Pay genau sei. Zudem bestehe die Gefahr, dass durch solcherlei komplizierte gesetzliche Gefüge Nachteile vor allem für die ungelernten Hilfskräfte entstehen könnten.

Guter Job

Immerhin sei der typische Zeitarbeitgeber auch stets sozial gefragt und kümmere sich auch außerhalb des Arbeitsplatzes um seine Mitarbeiter. „Wir machen einen guten Job und so soll´s auch bleiben. Deshalb ist diese Gesetzreform schlichtweg überflüssig“, stellte Sobotta fest.

Dank für Engagement

Zum Auftakt des Landeskongresses stellte er die Landesbeauftragten für Bremen, Bettina Schiller, Hamburg, Christian Baummann, Schleswig-Holstein, Oliver Nazareth, und Karsten Wellnitz, Mecklenburg-Vorpommern, vor. Er dankte den Landesbeauftragten, mit denen Sobotta zum Kongress eingeladen hatte, für ihr ehrenamtliches Engagement im iGZ und den Einsatz für die Zeitarbeitsbranche.

Hannover vorgestellt

Christian Bebek, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Hannover, stellte im Anschluss die Stadt als Standort von zahlreichen großen Wirtschaftsunternehmen vor und richtete den Blick auf Hannover als Messestadt vor allem für Industrie und Computerbranche.

Scharfe Kritik an AÜG-Reform

Auch Bebek sprach die geplante AÜG-Reform an und betonte, die IHK habe einen ganzen Katalog an Kritikpunkten abgeliefert. Der Entwurf habe Punkte, die eigentlich nicht mehr nachzuvollziehen seien. Beim Entwurf zum Einsatz im Streikfall etwa sei weit übers Ziel hinausgeschossen worden. Andere Stichworte seien so formuliert worden, dass sie sich nicht einmal logisch erschlössen, richtete er scharfe Kritik in Richtung Berlin. Letztendlich laufe die Reform völlig am Ziel vorbei. (WLI)

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