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BA-Vermittlungsquote in Zeitarbeit sachgemäß
17.02.2015

Stolz: Zeitarbeit nicht abstrafen

„Die BA fördert die Zeitarbeitsbranche nicht überdurchschnittlich – die Zeitarbeitsbranche bietet einfach überdurchschnittliche viele Beschäftigungsmöglichkeiten“, ärgert sich Werner Stolz, iGZ-Hauptgeschäftsführer, über die Äußerung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke. Dem Tagesspiegel gegenüber kritisierte sie, zu viele Arbeitslose würden in Zeitarbeit vermittelt.

Dabei ergebe sich die Vermittlungsquote ganz einfach aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage, stellte Stolz klar: „Ein Drittel der Jobangebote in der Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit kommen aus der Zeitarbeit. Da ist es doch nur logisch, dass auch 30 Prozent der Arbeitsuchenden in Zeitarbeit vermittelt werden!“

Flexible Zeitarbeit

Er versteht nicht, warum die Zeitarbeitsbranche dafür abgestraft wird, dass sie Arbeitsplätze schafft und überdurchschnittlich viele Menschen zurück auf den Arbeitsmarkt holt. Dass zwei Drittel der neuen Zeitarbeitskräfte zuvor weniger als ein Jahr lang arbeitslos waren, spreche laut Stolz für die hohe Flexibilität der Zeitarbeitsunternehmen.

Tarifiert und sozialversicherungspflichtig

„Ich verstehe nicht, was es daran zu kritisieren gibt“, richtet sich Stolz an die Grünen-Politikerin. „Auch Frau Müller-Gemmeke sollte endlich begreifen, dass Zeitarbeitsverhältnisse ebenso wertige Beschäftigungen sind wie alle anderen auch.“ Die Zeitarbeitsbranche sei zu fast 100 Prozent tarifiert, die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten habe unbefristete Vollzeitverträge. „Sozialversicherungspflichtig, versteht sich“, fügt Stolz hinzu. (ML)

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