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Blog-Duell zum Wert der Zeitarbeit
26.06.2018

Stolz: „Zahlreiche Kümmerer in der Branche“

„Zeitarbeit – ein unverzichtbares Instrument?“, fragten die Autoren der Internetplattform „Arbeitsblog für Personaldienstleister“ den Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, Werner Stolz, und die LINKEN-Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann.

Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, und die LINKEN-Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann beantworteten die Frage "Zeitarbeit - ein unverzichtbares Instrument?".
Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, und die LINKEN-Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann beantworteten die Frage "Zeitarbeit - ein unverzichtbares Instrument?".

Erwartungsgemäß unterschiedlich fielen die Reaktionen der beiden Befragten aus. Stolz wurde in seinem Blogbeitrag deutlich: „Wer immer noch behauptet, die Zeitarbeitsbranche sei kein Problemlöser und biete keine Chancen, der verschließt wohl mit Absicht die Augen.“ Als ein Beispiel nannte er die starke Integrationsleistung der Zeitarbeitsbranche in der Flüchtlingsbeschäftigung. Keine andere Branche habe auch nur annähernd so viele Flüchtlinge in Arbeit gebracht.

Fairer Tarifrahmen

Das liege unter anderem daran, dass sich Personaldisponenten stärker um ihre Mitarbeiter bemühen und nicht von persönlichen Vermittlungshemmnissen abschrecken lassen würden. „Es gibt zahlreiche solcher ‚Kümmerer‘ in der Branche, bei denen der Mensch wirklich im Mittelpunkt steht und wo für die angestrebte Integration in den Arbeitsmarkt viel investiert wird“, so Stolz in seinem Blogbeitrag. Die Löhne des iGZ-DGB-Tarifvertragswerks würden für einen fairen Rahmen sorgen.

Gegenperspektive von Krellmann

Krellmann hingegen forderte langfristig die Abschaffung der Zeitarbeit. Sie verwies darauf, dass Zeitarbeitnehmer als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt würden, die unter ihren unsicheren Arbeitsverhältnissen leiden. „Sie werden diszipliniert und unter Druck gesetzt, sich vieles an schlechten Arbeitsbedingungen gefallen lassen zu müssen. Und sie können nur sehr schwer gefestigte soziale Beziehungen zu ihren Kolleginnen und Kollegen aufbauen, ganz zu schweigen von einer privaten Zukunftsperspektive“, heißt es in Krellmanns Blogbeitrag. (ML)

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