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Zeitwende in der Zeitarbeit thematisiert
12.06.2014

Stolz informiert Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU

„Keiner weiß so genau über Sozial- und Tarifpolitik Bescheid wie die Zeitarbeitsbranche.“ Mit diesen Worten begrüßte Hendrik Wüst, Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), Werner Stolz in Münster. Der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) eröffnete  das MIT-Treffen der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

„Münster ist eine Zeitarbeitshochburg“, begrüßte Stolz die rund 50 Teilnehmer in der Heimat des iGZ. Vor 16 Jahren sei der mitgliederstärkste Arbeitgeberverband hier gegründet worden, der bis heute die Geschicke der Branche von Westfalen aus leite. Zusätzlich habe man vor fünf Jahren eine Dependance in Berlin gegründet, um die örtliche Nähe zur Politik noch weiter zu intensivieren.

Prominentes Publikum

Das war an diesem Abend nicht nötig, denn mit der MIT war die Prominenz der mittelständischen CDU/CSU direkt in Münster präsent. Neben Hendrik Wüst waren auch die Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann, MIT-Bundesvorsitzender, Philipp Mißfelder, Bundesvorsitzender der Jungen Union und außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, vor Ort. Werner Lübbe, MIT-Landesvorsitzender, Thorsten Alsleben, seit Juni neuer Hauptgeschäftsführer der MIT, und Hartmut Schauerte, ehemaliger Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, wohnten dem Treffen ebenfalls bei.

Equal Pay-Forderung erfüllt

Stolz zeichnete nach, wie sich die Zeitarbeitsbranche in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Durch die Branchenzuschläge sei die politische Forderung nach Equal Pay bereits erfüllt, betonte er. Mit dem iGZ-DGB-Tarifvertrag, dem iGZ-Ethikkodex sowie der unabhängigen Kontakt- und Schlichtungsstelle (KuSS) habe die Branche zudem wirksame Mittel entwickelt, um möglichen Missbrauchsfällen in der Zeitarbeit gegenzusteuern.

Werkvertragsproblematik

In der anschließenden Diskussion erkundigten sich die MIT-Mitglieder bei Stolz, wann eine gesetzliche Neuregelung zur Werkvertragsproblematik zu erwarten sei. „Vor wenigen Wochen habe ich mit Ministerin Nahles darüber gesprochen“, berichtete der iGZ-Hauptgeschäftsführer. Der Referentenentwurf solle im Spätherbst in den Bundestag eingebracht werden, sodass „der nächste große Coup in der Wirtschaft“ im kommenden Jahr zu erwarten sei. Er mahnte die Politiker an, das Kleingedruckte im Gesetzentwurf zu lesen. (ML)

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