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Weltgesundheitstag 2018
06.04.2018

Speker: Krankheitstage fair vergleichen

Einen „fairen Vergleich der Statistiken“ fordert Marcel Speker, Leiter Kommunikation und Arbeitsmarktpolitik beim Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), anlässlich des Weltgesundheitstages 2018. „Bei der Analyse der Krankheitstage von Zeitarbeitsbeschäftigten werden häufig Äpfel mit Birnen verglichen“, kritisiert Speker.

Marcel Speker, iGZ-Leiter Kommunikation und Arbeitsmarktpolitik: „Bei der Analyse der Krankheitstage von Zeitarbeitsbeschäftigten werden häufig Äpfel mit Birnen verglichen.“
Marcel Speker, iGZ-Leiter Kommunikation und Arbeitsmarktpolitik: „Bei der Analyse der Krankheitstage von Zeitarbeitsbeschäftigten werden häufig Äpfel mit Birnen verglichen.“

In der Zeitarbeitsbranche seien überdurchschnittlich viele Hilfskräfte beschäftigt, die oftmals körperliche Arbeiten verrichten. „Da liegt es in der Natur der Sache, dass es häufiger zu Muskel- und Skelettverletzungen kommt als bei Bürotätigkeiten“, so Speker. Sachgemäßer sei es daher, Zeitarbeitnehmer nicht mit dem Durchschnitt aller Versicherten, sondern mit dem ähnlich beanspruchter Branchen zu vergleichen.

Branchenvergleich

Laut einer Erhebung der Krankenversicherung BKK sind die dort Versicherten im Schnitt 18,1 Tage im Jahr krank. Zeitarbeitnehmer liegen mit 20,1 Tagen leicht über dem Durchschnitt, allerdings noch unter den Branchen Postdienste (30,6), Abfallbeseitigung (26,0), Verkehr (23,7) oder Metallerzeugung und -bearbeitung (22,3), die ebenfalls viel körperliche Tätigkeit erfordern. (ML)

Marcel Speker, iGZ-Leiter Kommunikation und Arbeitsmarktpolitik, hat zum Thema „Krankenstand bei Zeitarbeitnehmern“ einen ausführlichen Blog-Beitrag geschrieben.

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