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Ideales Flexibilisierungsinstrument für den öffentlichen Dienst
13.11.2018

Rostocker Stadtentsorgung nutzt Vorteile der Zeitarbeit

Auch im öffentlichen Dienst wird Zeitarbeit mittlerweile gern als flexibles Instrument zur Kompensation von Unwägbarkeiten in der täglichen Arbeit eingesetzt: „Bei Ausfällen durch Krankheit oder bei zusätzlichen Dienstaufgaben überbrücken wir den Personalbedarf mit Zeitarbeitern“, erklärt beispielsweise Nora Grunau, Personalchefin der Rostocker Stadtentsorgung, in einem Artikel der Ostsee-Zeitung.

Und Zeitarbeit bietet häufig auch die doppelte Chance: Neben der Festanstellung beim Zeitarbeitsunternehmen winkt die Übernahme durch das jeweilige Kundenunternehmen. Der Fachkräftemangel lässt grüßen – bei 35 Prozent liegt derzeit die Übernahmequote. Zwei Beispiele dafür liefert der Artikel „Glücklich mit Job bei Stadtentsorgung Rostock“, in dem die beruflichen Werdegänge von Helge Wilhelmy und Carsten Feilert vorgestellt werden.

Anstellung bei der Stadtentsorgung

Eine Zeitarbeitsfirma habe beide lange Zeit immer wieder als Lader zur Rostocker Stadtentsorgung vermittelt. Hier, so das Blatt, haben die Hansestädter nun eine Festanstellung erhalten. 163 Mitarbeiter zähle die Rostocker Stadtentsorgung, zu denen nun auch Wilhelmy und Feilert fest dazugehören.

Führerschein

Feilert etwa wurde unter der Bedingung fest angestellt, den Führerschein zu machen. „Das Arbeitsamt hat mir den Führerschein bezahlt und nun kann ich hier auch als Fahrer arbeiten“, berichtet der Rostocker. „Ich wollte gern ankommen, einen festen Job in einer Firma haben“, erläutert der 38-Jährige. Und Müllfahrer sei sogar ein Kindheitstraum gewesen.

Aufschwung am Arbeitsmarkt

„Der Arbeitsmarkt erlebt einen Aufschwung, von dem zunehmend auch langzeitarbeitslose Frauen und Männer profitieren“, betont Anke Diettrich, Leiterin der Rostocker Arbeitsagentur, im Gespräch mit der Zeitung. Mehr als 3.800 Langzeitarbeitslose konnten in den letzten drei Jahren in Beschäftigung auf den ersten Arbeitsmarkt gebracht werden. Dennoch gebe es in der Region Rostock branchenübergreifenden Fachkräftebedarf. „Aktuell haben wir 3.254 gemeldete offene Arbeitsstellen“, sagt Diettrich. Im verarbeitenden Gewerbe gebe es 289, im Gastgewerbe 276, im Handel 249 und im Baugewerbe 248 offene Stellen. (WLI)

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