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iGZ-Expertenrunde diskutierte über Fachkräftesuche im Ausland
01.10.2015

Rekrutierung Hand in Hand

Worauf man bei der Beschäftigung von Ausländern achten muss diskutierten beim iGZ-Landeskongress Ost in Dresden Sebastián Merle, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (BA), RA Stefan Sudmann, iGZ-Referatsleiter Arbeits- und Tarifrecht, und Patrik Godor, CNC-Programmierer aus der Slowakei. Die iGZ-Landesbeauftragte für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Ulrike Kücker, moderierte und wollte zunächst wissen, woher die ausländischen Fachkräfte hauptsächlich kommen.

Die Rekrutierung, so Merle, erfolge nahezu ausschließlich in den EU-Staaten. Aus den Drittstaaten sei die Frequenz wesentlich geringer, aber es gebe auch Projekte wie etwa die Anwerbung von Pflegekräften von den Philippinen. In Drittsaaten, so der Experte, müssen diese Maßnahmen mit den jeweiligen Verwaltungsbehörden koordiniert werden.

Aus der Praxis

Patrik Godor gewährte Einblick in die Praxis: Angeworben in der Slowakei habe sein Vorstellungsgespräch dann in Deutschland in englischer Sprache stattgefunden. Zwar habe er in der Schule Deutsch als Unterrichtsfach gehabt, das reichte allerdings nicht für den Job. Godor ergriff kurzerhand die Initiative und bildete sich selbstständig, teils übers Internet, weiter. „Das Problem sind die Dialekte“, gestand er schmunzelnd. Probleme bei der Integration ins deutsche Kollegenteam habe er aber nicht ausgemacht.

Arbeitsverträge und Merkblätter

Stefan Sudmann erinnerte daran, dass auch die Arbeitnehmer aus der Slowakei den deutschen Kräften gleichgestellt seien. Es gebe nur wenige Besonderheiten, die es zu beachten gelte. „Dafür haben wir aber Merkblätter“, betonte Sudmann. Auf Verlangen könne der ausländische Arbeitnehmer zudem seinen Arbeitsvertrag in der Muttersprache verlangen. Rechtlich anerkannt sei definitiv jedoch nur die deutsche Fassung. „Und Sie müssen darauf hinweisen, dass nur der deutsche Vertrag verbindlich ist“, mahnte er zur Sorgfalt.

Kommunikation über Arbeitsagentur

Wolle jemand im Ausland rekrutieren, laufe die Kommunikation, so Merle, über die Arbeitsagenturen vor Ort. Außerdem gebe es Welcome-Center: „Manager aus dem Ausland, die Stellen für Arbeitnehmer suchen, melden sich dort, um sich über die Arbeit in Deutschland zu informieren. Zur Frage nach der Qualifikation antwortete der BA-Vertreter, die Prüfung erfolge nicht über die BA, sondern über die für die Berufe zuständigen Kammern. Zudem werde den Bewerbern bei Bedarf der Hinweis gegeben, was er nachholen müsse, um die Qualifikation zu erlangen.

Gute Argumente bei der Zeitarbeit

Sudmann unterstrich, dass es eminent wichtig sei, die Flüchtlinge möglichst schnell in Arbeit zu bringen: "Das ist wichtig für das Selbstwertgefühl, denn umso schneller kommen sie aus der Traumatisierung. Die Argumente liegen jetzt alle auf dem Tisch. Wir sollten weiter über drei Monate und die Vorrangprüfung nachdenken – die guten Argumente für eine möglichst kurzfristige Beschäftigung der Flüchtlinge über Zeitarbeit liegen bei uns.“ (WLI)

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