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Aktuelle Studie des IAB
09.10.2018

Rekord: So wenige Arbeitslose wie nie

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 3,65 Millionen sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen in Deutschland vorgenommen. Die Zahl der offenen Stellen liegt aktuell mit 1,2 Millionen Stellen auf dem höchsten Stand in den letzten 25 Jahren“, zeigt die aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Im vierten Quartal 2017 habe sich laut IAB-Studie die bundesweite Arbeitslosen-Stellen-Relation mit zwei Arbeitslosen je offener Stellen auf dem niedrigsten Wert seit 25 Jahren befunden.
Im vierten Quartal 2017 habe sich laut IAB-Studie die bundesweite Arbeitslosen-Stellen-Relation mit zwei Arbeitslosen je offener Stellen auf dem niedrigsten Wert seit 25 Jahren befunden.

Im vierten Quartal 2017 habe sich die bundesweite Arbeitslosen-Stellen-Relation mit zwei Arbeitslosen je offener Stellen auf dem niedrigsten Wert seit 25 Jahren befunden. „Mit dieser Entwicklung wird deutlich, dass Betriebe zunehmend um bereits beschäftigte Arbeitskräfte konkurrieren. Und: Zeitarbeit hilft! Zwei Drittel aller Zeitarbeitskräfte kommen aus der Arbeitslosigkeit. Damit ist die Zeitarbeit der Jobmotor Nummer eins“, kommentierte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz.

Recruiting

Betriebe würden laut Studie alles tun, um geeignete Fachkräfte zu finden: Sie sind in Internet-Jobbörsen aktiv, suchen aber auch mit klassischen Stellenanzeigen, persönlichen Kontakten sowie mit Vermittlungsdiensten der Bundesagentur für Arbeit. Insgesamt nutzten sie 2,4 Rekrutierungswege parallel. 1992 betrug der Wert hier nur 1,6.

Zeitarbeit hilft

Personaldienstleister helfen schnell und zuverlässig, geeignetes Personal zu finden und setzen dabei viel Menschenkenntnis, intelligente Software und HR-Trends ein", erklärt Stolz. Nach Untersuchungen der Bundesagentur für Arbeit konnten im Zeitraum Mai 2017 bis April 2018 insgesamt 69.000 Geflüchtete in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Jeder Dritte nahm eine Tätigkeit im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung auf. Insgesamt ist die Zahl um 18,3 Prozent im Jahresvergleich um 47.500 auf nun 307.000 ausländische Mitarbeiter gestiegen.

Fachkräftemangel wächst

Seit 2015 sind „Schwierigkeiten, geeignete Arbeitskräfte zu finden“ das am häufigsten genannte Problem. „Die zunehmende Arbeitsmarktanspannung zeigt sich auch in längeren Suchdauern sowie darin, dass Stellen länger als geplant unbesetzt bleiben“, so die IAB-Studie. Der Anteil der Stellen, bei denen die Besetzung schwierig war, betrug 2017 knapp 43 Prozent, 2010 galt das dagegen für rund 29 Prozent der Stellen, im Jahr 2003 für rund zwölf Prozent. Die Studie ist im Internet hier zu finden. In der IAB-Stellenerhebung, wurden mehr als 10.000 Betriebe befragt. (KM)

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