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„Arbeit + Sprache = Integration“ in Pforzheim
13.06.2016

Pilotprojekt zur Flüchtlingsintegration

Auch wenn die Zeitarbeitsbranche über hohe Erfahrungswerte im Umgang mit Zeitarbeitnehmern ausländischer Herkunft – fast ein Viertel der Mitarbeiter hat nichtdeutsche Wurzeln – verfügt gilt es mit Blick auf die Flüchtlinge doch, auch neue Wege zu beschreiten: „Arbeit + Sprache = Integration“ heißt das Pilotprojekt, an dem sich das iGZ-Mitgliedsunternehmen Synergie beteiligt.

Die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt sei eine Herausforderung, „und wir betreten mit dem Projekt Neuland“, erläutert Nicole Munk, Regionalkreisleiterin des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) für Baden.

Deutsche Sprache grundlegend

„Das Pilotprojekt haben wir gemeinsam mit namhaften Unternehmen aus Pforzheim und dem Enzkreis gestartet“, erklärt sie den Hintergrund. Begleitet wird das Projekt von Clemens von Kleinsorgen und Katharina Leusing, iGZ-Referat Arbeitsmarktpolitik. Grundlegend für die Integration sei das Erlernen der deutschen Sprache und der regelmäßige Kontakt zu anderen, betont Munk gegenüber der Pforzheimer Zeitung. Dieser Austausch sei am einfachsten tagtäglich mit den Kollegen im Berufsleben zu realisieren. An dieser Stelle setzt das Pilotprojekt an, an dem sechs Migranten teilnehmen.

Hilfstätigkeiten

Neben zehn Stunden Deutschunterricht pro Woche in den Räumen von Synergie seien die Projektteilnehmer bei mehreren Unternehmen der Region im Einsatz. Sie übernehmen dort überwiegend Hilfstätigkeiten. Die Beschäftigung in den Unternehmen bezieht sich, wie etwa bei dem Syrer Hadi Khalaf und dem Iraker Allan Kahak, zunächst auf einfache Anlern-Tätigkeiten im produzierenden Bereich.

Langfristige Integration

Im Vordergrund stehe, so die iGZ-Regionalkreisleiterin, der Integrationscharakter der Arbeit, „aber dabei verdienen sich die Teilnehmer auch ihren Lebensunterhalt“. Eine langfristige berufliche und gesellschaftliche Integration nach Ende des Projekts in sechs Monaten sei das Ziel aller Beteiligten. Mit der diskutierten Öffnung der Zeitarbeitsbranche für Flüchtlinge schon nach drei Monaten setze die Politik ein positives Signal für rasche Integration. (WLI)

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