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Mitteldeutscher Rundfunk berichtet über Flüchtlinge in der Zeitarbeitsbranche
30.05.2017

Integration beginnt mit Zeitarbeit

„Man kann natürlich über Fachkräftemangel sprechen und sich darüber beschweren. Wir versuchen, Lösungen zu finden. Das ist unsere Aufgabe als Personaldienstleister“, erläutert Florian Meyer, Vorstandsmitglied des iGZ-Mitgliedsunternehmens GeAT AG (Gesellschaft für Arbeitnehmerüberlassung Thüringen), in einem Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) das Bestreben des Unternehmens, Flüchtlinge über Zeitarbeit zu integrieren.

Sprachkurse und Arbeit seien dazu unabdingbare Voraussetzungen. Die Zeitarbeitsbranche, so der Autor Ralf Geißler, bemühe sich rege um Flüchtlinge. In Mitteldeutschland beschäftige diese iGZ-Mitgliedsfirma mit 150 wohl die meisten Flüchtlinge.

Zeitarbeit erste Wahl

Laut Meyer sei der Aufwand allein schon bei den bürokratischen Aufgabenstellungen sehr viel höher als bei deutschen Mitarbeitern. Fast jeder fünfte Flüchtling finde derzeit laut Bundesagentur für Arbeit einen Job in der Zeitarbeitsbranche.

Zeitarbeit prädestiniert

"Wir haben rund 25 Prozent Integration von Ausländern, die Gesamtwirtschaft hat rund acht Prozent. Das zeigt, hier gibt es ganz besondere Erfahrungshintergründe“, ergänzt Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Zeitarbeit sei geradezu prädestiniert, Flüchtlinge über Arbeit in die Gesellschaft zu integrieren. Für die Zeitarbeitsbranche sei es tägliche Routine, mit hohen Migrationsanteilen umzugehen.

Tariflöhne

Dabei dürfe zudem nicht außer Acht gelassen werden, dass in der Zeitarbeit Tariflohn gezahlt werde, der über dem gesetzlichen Mindestlohn liege: „Wir differenzieren auch nicht nach irgendwelchen Kriterien. Ausländer bekommen genau dasselbe Gehalt wie alle anderen“, unterstreicht Stolz. Das komplette Interview ist auf der MDR-Internetseite veröffentlicht. (WLI)

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