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"Gute Zeitarbeit spricht für sich."
20.06.2013

iGZ-Bundeskongress Münster 2013

„Mit dem iGZ wurde etwas geschaffen, das für die Zeitarbeit von immenser Bedeutung ist“, stellte der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Markus Lewe, anerkennend fest. Zum Auftakt des iGZ-Bundeskongresses richtete er ein Grußwort an die rund 500 Teilnehmer.

Lewe unterstrich, Flexibilität spiele im Berufsleben eine immer wichtigere Rolle, und Zeitarbeit sei dabei eine Alternative. Die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian analysierte anschließend die aktuelle Situation der Zeitarbeitsbranche und stellte die derzeitigen Projekte des iGZ vor. Besonders erinnerte sie an den iGZ-Ethikkodex, der für einen deutlichen positiven Image-Schub gesorgt habe.

Nicht kontrovers

„Ich bin mit mir nicht kontrovers und ich hoffe, Sie mit mir auch nicht“, stellte Dr. Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, angesichts des Titels seines Vortrags "Zeitarbeit kontrovers! Branche im politischen Fokus" schmunzelnd fest. Zeitarbeit habe gerade Geringqualifizierten und Arbeitslosen wieder eine Chance gegeben und dazu beigetragen, die Arbeitslosigkeit abzubauen.

Regulierungen

Regulierungen, so Brauksiepe, müssen vor dem Hintergrund der Entwicklung der vergangenen zehn Jahre gesehen werden. „Die damaligen politischen Entscheidungen haben zu den Akzeptanzproblemen geführt“, unterstrich der Staatssekretär. Nichstdestotrotz sei man auf einem guten Weg – Brauksiepe nannte Bausteine wie die Drehtürklausel, den Branchenzuschlagstarif und den Mindestlohn als Beispiele. Er appellierte an die Tarifpartner, auch in Zukunft alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Lohngerechtigkeit durchzusetzen.

Werkverträge

„Einen Werkvertrag abzuschließen und eigentlich Arbeitnehmerüberlassung zu betreiben ist nicht in Ordnung und muss bestraft werden“, zog Brauksiepe eine klare Grenze zum Missbrauch von Werkverträgen. Wenn Werkvertrag, dann müsse entsprechend den Tarifverträgen entlohnt werden, richtete er den Fingerzeig auf die Selbstverpflichtung der iGZ-Mitgliedsunternehmen, bei Anwendung von Werkverträgen nicht weniger als das im Tarifvertrag definierte Entgelt zu zahlen. Zum Dank für die Rede gab´s ein paar Boxhandschuhe aus den Händen des iGZ-Hauptgeschäftsführers mit dem Hinweis, dass sich erstens die Zeitarbeitsbranche nicht alles gefallen lasse und zweitens er die Boxhandschuhe eventuell für den Wahlkampf noch brauche.

Dienstleister

„Gute Zeitarbeit als Dienstleister der Volkswirtschaft“ lautete der Beitrag von Dr. Hans-Peter Klös, Leiter des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik, Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Klös nahm die Entwicklung der Branche unter die Lupe und zeichnete die Auswirkungen der Einführung von Branchenzuschlägen nach. Prof. Dr. Lutz Bellmann, Forschungsbereichsleiter Betriebe und Beschäftigung, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), beschäftigte sich mit „Zeitarbeit ohne Mythen“. In seinem Vortrag räumte Bellmann mit den zahlreichen falschen Vorstellungen über die Zeitarbeit auf und stellte die Realität gegenüber.

Gute Zeitarbeit

„Gute Zeitarbeit hat einen Ethik-Kodex“, stellte Bischof Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD, Mitglied des Deutschen Ethikrates, fest. Er befasste sich mit der Freiheit und den Werten im Arbeitsleben. Er zolle dem Ethikkodex des iGZ großen Respekt. Sein erster Wunsch an die iGZ-Mitglieder laute, den Kodex für die ganze Branche geltend zu machen. "Schwarze Schafe nicht nur ausschließen, sondern auch dafür sorgen, dass sie nicht mehr so agieren können", wünschte er sich für die Zukunft. (WLI)

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