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IAB veröffentlicht Atbeitsmarktbarometer
27.02.2019

Hoher Arbeitskräftebedarf

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 103,4 Punkte gefallen. Der aktuelle Stand des Frühindikators des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lässt damit aber weiterhin eine positive Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten erwarten.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers hält sich laut IAB-Pressemitteilung dabei im Februar auf dem sehr hohen Niveau von 106,5 Punkten. „Die Konjunktur hat sich deutlich abgekühlt, aber der Beschäftigungsaufschwung geht weiter“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Diese Robustheit sei seit Jahren charakteristisch für den Arbeitsmarkttrend: „Der Arbeitskräftebedarf bleibt hoch“, so Weber.

Abschwächende Entwicklung

Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers liegt allerdings nach einem neuerlichen Rückgang um 0,3 Punkte mittlerweile mit 100,3 Punkten nur noch leicht im positiven Bereich. „Die Arbeitsagenturen halten weitere Rückgänge der Arbeitslosigkeit für möglich, aber die Dynamik lässt nach“, kommentiert Weber. Mit der Konjunktur schwäche sich beispielsweise auch die Entwicklung in der Zeitarbeit ab, was einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit erschwere.

Frühindikator

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). (WLI)

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