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Statistisches Bundesamt erhebt Verdienststruktur
01.10.2020

Helfer in der Zeitarbeit bekommen mehr als Stammangestellte

Das Statistische Bundesamt hat seine neue Verdienststrukturerhebung vorgelegt. Demzufolge erhielten Zeitarbeitnehmer im Untersuchungsjahr 2018 in dem Anforderungsprofil „Helfer“ mit 11,05 Euro 5 Cent mehr Stundenlohn als „Helfer“ in der Stammbelegschaft, die 11 Euro erhalten. Im Anforderungsprofil „Fachkraft“ verdienen Zeitarbeitnehmer 14,35 Euro und Stammangestellte 15,84 Euro, was einer Differenz von rund 9 Prozent entspricht.

iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz kritisiert die unsauberen Rechenmethoden der BA im Gegensatz zu denen des Statistischen Bundesamtes: Es mangele an einer präzisen, differenzierten Berechnung der Löhne von Zeitarbeitnehmern und Stammbeschäftigten.  Er fordert, bisherige Bemühungen zum "bereinigten Pay Gap" weiter zu verfolgen.
iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz kritisiert die unsauberen Rechenmethoden der BA im Gegensatz zu denen des Statistischen Bundesamtes: Es mangele an einer präzisen, differenzierten Berechnung der Löhne von Zeitarbeitnehmern und Stammbeschäftigten. Er fordert, bisherige Bemühungen zum "bereinigten Pay Gap" weiter zu verfolgen.

Angegeben werden jeweils Medianlöhne. Da es sich um einen Vergleich der Bruttostundenlöhne handelt, der auch die Arbeitszeit berücksichtigt und hierbei Voll- und Teilzeitbeschäftigte abbildet, ist das Ergebnis differenzierter als ein pauschaler Vergleich der Monatsgehälter. Gemäß iGZ-DGB-Tarifvertrag steigen die Löhne für Zeitarbeitnehmer mit dem 1. Oktober erneut.

Massive Steigerungen

Hierzu erklärt Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des iGZ: „Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen zwei Dinge sehr deutlich: Erstens hat es in den letzten Jahren massive Steigerungen der Tariflöhne in der Zeitarbeit gegeben. Zweitens ist es dringend geboten, eine präzise, differenzierte Berechnung der Löhne von Zeitarbeitnehmern und Stammbeschäftigten vorzulegen. Entsprechende Vorarbeiten des iGZ hierzu werden fortgesetzt. Der sogenannte „bereinigte Pay Gap“ der Bundesagentur für Arbeit war ein erster Schritt in diese Richtung. Dieser Weg muss dringend weiter gegangen werden.“ Die Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes wurde bisher alle vier Jahre vorgelegt, soll nun jedoch in sehr kurzen Abständen vorgelegt werden. (BT)

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