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iGZ-Bundesvorsitzende organisiert Praktikumsplätze für junge Flüchtlinge
27.06.2016

Einstieg für Flüchtlinge ins Arbeitsleben

57,4 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland sind unter 25 Jahre alt – knapp die Hälfte davon, 25,6 Prozent, sind zwischen 18 und 25 Jahre alt. Grund genug für die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian, ihr Augenmerk genau auf diese Gruppe zu richten und gemeinsam mit der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt ein Projekt zur Integration zu entwickeln:

Unter dem Titel „Perspektive Einstiegsqualifizierung“ organisierte die Karlsruher Unternehmerin bislang 32 Praktikumsplätze, darunter 15 bei iGZ-Mitgliedsunternehmen. Von der BA und über die Jobbörse werden die Plätze nun an die jungen Flüchtlinge vermittelt.

50 Praktikumsplätze

Wer einem Flüchtling eine solche Chance im Großraum Karlsruhe-Rastatt bieten möchte, kann sich direkt bei Ariane Durian (durian@ig-zeitarbeit.de) melden. Ziel ist die Akquise von insgesamt 50 Praktikumsplätzen. „Damit schaffen wir eine weitere Möglichkeit für Flüchtlinge, über die Arbeitswelt in Deutschland Fuß zu fassen“, erläutert Durian die Intention, mit diesem Angebot einen weiteren Integrationsbaustein zu schaffen.

Türen öffnen

Um ihre Kompetenz als Ansprechpartnerin zu gewährleisten, absolvierte die iGZ-Bundesvorsitzende gemeinsam mit dem Geschäftsführer der CONNECT HR-Consulting GmbH, Benjamin Weiler, der auch Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Karlsruhe ist, die IHK-Fortbildungsmaßnahme „Interkulturelles Training: Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“. Die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe thematisiert dabei unter anderem den Umgang mit Verschiedenheit, die Sensibilisierung zum Thema Migration und Integration, das Verständnis von Kultur sowie Stereotype und Vorurteile.

Kultureller Hintergrund

In dem interkulturellen Training beschäftigten sich die Teilnehmer beispielsweise auch mit den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Deutschland etwa werde als individualistische Kultur eingestuft, während die Flüchtlinge häufig aus kollektivistischen Kulturen kämen, in denen die Familie die Kerngruppe sei. Die Gruppe stehe über dem Individuum.

Deutschkurse

Starten soll die Einstiegsqualifizierung der Praktikanten im Oktober 2016. In Teilzeit werden die Flüchtlinge dann ein halbes Jahr lang 25 Stunden in einem Ausbildungsbetrieb absolvieren, die sie auch vergütet bekommen. Außerdem werden sie während dieser Zeit in die Berufsschule geschickt und besuchen in der praktikumsfreien Zeit Deutschkurse mit je 15 Wochenstunden. Ziel dabei ist mindestens das Sprachlevel B1.

Berufsausbildung

Parallel dazu lernen die Flüchtlinge auch die kulturellen Besonderheiten des Arbeitslebens in Deutschland kennen. Im Idealfall erlangen sie während der Praktikumszeit die Ausbildungsreife – dann winkt ihnen eine verkürzte Berufsausbildung im jeweiligen Unternehmen. „Dabei“, so Durian, „werden auch Flüchtlinge berücksichtigt, die schon länger in Deutschland sind und eventuell auch Deutschkenntnisse haben.“ Wer der Sprache einigermaßen mächtig sei, habe auf jeden Fall bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, stellt die iGZ-Bundesvorsitzende fest. Vor allem aber haben sie Anspruch auf ein Praktikumszeugnis.

Synergie

Ein idealer Weg, von dessen Synergieeffekten Arbeitgeber wie Flüchtlinge gleichermaßen profitieren: Allein in Karlsruhe blieben zum Ausbildungsbeginn in diesem Jahr 250 Lehrstellen unbesetzt. Andererseits warten 2.500 Flüchtlinge unter 25 Jahren in dieser Region auf ihre Chance am Arbeitsmarkt.

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