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Gesamtmetall-Präsident schätzt unternehmerische Freiheit
27.01.2014

Dulger befürchtet Mitbestimmungschaos

„Das ist Quatsch“ – eine klarere Absage hätte Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, den Vorwürfen der Gewerkschaften kaum erteilen können. Im Interview mit der Rheinischen Post stellte er klar, dass weder Werkverträge noch Zeitarbeit eingesetzt würden, um Lohndumping zu betreiben.

Es würden einige wenige Grenzfälle hochdramatisiert, um daraus fälschlicherweise einen allgemeinen Trend am Arbeitsmarkt abzuleiten. Echter Missbrauch sei schon heute verboten – daher bedürfe es auch keiner zusätzlichen Regelungen. Schon heute gebe es drastische Strafen für den unsachgemäßen Einsatz von Zeitarbeit und Werkverträgen.

„Davor kann ich nur warnen“

Zudem appellierte Dulger, die unternehmerische Freiheit nicht einzuschränken: „Ich muss selbst entscheiden, was ich mit meinen Leuten im eigenen Betrieb herstelle und was ich nach draußen gebe.“ Ebenso distanzierte er sich von der Forderung nach mehr Mitbestimmung durch die Betriebsräte. „Wir würden uns in ein Mitbestimmungschaos begeben“, prognostizierte er. Bei Streitigkeiten müssten immer paritätische Kommissionen oder Schiedsgerichte eingeschaltet werden. „Davor kann ich nur warnen“, betonte Dulger gegenüber der Rheinischen Post. (ML)

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