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MdB Dr. Günter Krings (CDU) besuchte iGZ-Mitgliedsunternehmen
01.04.2015

Der Zeitarbeitsbranche Chancen bieten

Über die aktuelle Situation in der Zeitarbeitsbranche informierte sich MdB Dr. Günter Krings (CDU) beim iGZ-Mitgliedsunternehmen In Time Personal-Dienstleistungen in Mönchengladbach. Geschäftsführerin Ulrike Gewehr verdeutlichte dem Politiker die Diskrepanz zwischen Arbeitsalltag und den geplanten weiteren Regulierungen der Zeitarbeit, die im Koalitionsvertrag formuliert sind.

Die Unternehmerin unterstrich dabei den hohen Stellenwert der Tarifautonomie und verwies mit Blick auf die geplante Gleichbezahlung nach neun Monaten auf die bereits existierenden Branchenzuschlagstarifverträge. Demnach bekomme ein Zeitarbeitnehmer, sofern er in einer der betreffenden Branchen arbeite, bereits nach sechs Wochen die erste Lohnerhöhung. In zeitlich gestaffelten Stufen werde das Gehalt solange erhöht, bis nach neun Monaten das Entgelt der Entlohnung des Stammpersonals bis auf eine minimale Differenz angeglichen sei.

Praxisfern

Auch die Höchstüberlassungsdauer, so Gewehr, sei vollkommen praxisfern. Damit würden in erster Linie die Zeitarbeitnehmer benachteiligt, die beispielsweise in längerfristigen Projektarbeiten oder etwa auch in der Elternzeitvertretung beschäftigt seien. Zudem seien länger dauernde berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen nicht mehr realisierbar.

Bauhauptgewerbe

Doch nicht nur durch den Koalitionsvertrag gerate die Branche ins Hintertreffen, mahnte die Unternehmerin zur Besonnenheit bei weitreichenden Entscheidungen: „Es gibt keinen vernünftigen Grund, der Zeitarbeit die Überlassung ins Bauhauptgewerbe zu verbieten“, verwies Gewehr auf die wirtschaftliche Benachteiligung in diesem Bereich. Damit würde auch der Baubranche eine wichtige Möglichkeit verwehrt, flexibel auf sich ständig ändernde Bedingungen des Marktes reagieren zu können. Das sei national wie international ein großer wirtschaftlicher Nachteil.

Sprungbrett

Außerdem appellierte sie, der Branche die Chance zu bieten, auch Asylanten in Zeitarbeit zu beschäftigen. Die Personaldienstleistung habe sich besonders für Arbeitsuchende als ideales Sprungbrett auf den Arbeitsmarkt bewährt. Das gelte in erster Linie für Berufsanfänger. Zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer seien zuvor beschäftigungslos gewesen, nannte die Geschäftsführerin konkrete Zahlen.

Zeitarbeitsinfos

Krings versprach, diese Botschaften mit nach Berlin zu nehmen und interessierte sich schließlich noch allgemein für die Charakteristik des Geschäftsmodells Zeitarbeit. Zur weiteren Vertiefung des Themas gab ihm Ulrike Gewehr Informationsmaterial des iGZ sowie die IHK-Studie „Zeitarbeit am Mittleren Niederrhein“ mit auf den Heimweg. (WLI)

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