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Zeigen Indikatoren des IAB und der BA
06.04.2021

Der Arbeitsmarkt scheint sich zu erholen

Die Signale für eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt mehren sich. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung meldet, dass sich das Europäische Arbeitsmarkt-Barometer erstmals seit Corona-Krisenbeginn wieder im positiven Bereich befindet.

Die Signale deuten auf eine Erholung des Arbeitsmarktes - nicht nur bei der Zeitarbeit.
Die Signale deuten auf eine Erholung des Arbeitsmarktes - nicht nur bei der Zeitarbeit.

In allen Ländern ist das European Labour Market Barometer gestiegen oder zumindest gleichgeblieben. „Die öffentlichen Arbeitsverwaltungen in Europa erwarten, dass die Arbeitsmärkte in Europa sich stabilisieren“, sagt IAB-Forschungsbereichsleiter Enzo Weber. Mit einer Verschlechterung der Arbeitslosigkeit und Beschäftigung sei damit nicht zu rechnen. „Eine durchgreifende Erholung ist das aber noch nicht“, erklärt Weber.

Erholung auch in der Zeitarbeit

Gestützt wird diese Einschätzung von der Entwicklung der Kurzarbeit in der deutschen Zeitarbeit. Die Zeitarbeit ist seit jeher ein Frühindikator für die Arbeitsmarkt-Entwicklung. In einem beginnenden Aufschwung greift die Wirtschaft traditionell zunächst auf flexibles Personal zurück, bis erkennbar ist, wie belastbar sich der Aufschwung entwickelt. Hier meldet die Bundesagentur für Arbeit positive Entwicklungen bei gleich zwei Indikatoren: Sowohl die angezeigte Kurzarbeit (erhoben für Februar 2021) als auch die realisierte Kurzarbeit (erhoben für September 2020) sind rückläufig.

Weniger Kurzarbeit

Im Februar 2021 haben 520 Zeitarbeitsbetriebe für 15.439 Personen (Zeitarbeitskräfte und Stammpersonal) konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Damit war die Zahl der Anzeigen erstmals seit Oktober 2020 wieder rückläufig. Ein Rückgang um 15 Prozent (Betriebe) beziehungsweise 26 Prozent (Personen) gegenüber Januar 2021. Auch der Blick in den Herbst zeigt eine Erholung: Im September 2020 haben 3.341 Zeitarbeitsbetriebe Kurzarbeitergeld für 48.116 Beschäftigte (Zeitarbeitskräfte und Stammpersonal) bezogen. Das entspricht rund 7,5 Prozent aller Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche und bedeutet einen Rückgang um 15 Prozent bei den Betrieben beziehungsweise 21 Prozent bei den Beschäftigten gegenüber August 2020. MS/DS
 

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