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IAB: Steigerung von 32 auf 77 Prozent in zwei Wochen
18.05.2021

Corona: Testangebote deutlich ausgeweitet

In der Bundesgeschäftsstelle des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) stehen sie schon längst und wie selbstverständlich auf dem Empfangstresen, und auch für viele iGZ-Mitgliedsunternehmen gehört der kostenlos angebotene Coronatest inzwischen zum Standard. In der Gesamtwirtschaft ist die gleiche Entwicklung zu beobachten: Seit der Einführung der Testpflicht wurde das Testangebot in den Betrieben deutlich ausgeweitet.

Haben im Zeitraum vom 22. März bis zum 8. April 2021 noch 32 Prozent der Betriebe ihren Beschäftigten Tests angeboten, traf dies schon in der zweiten Aprilhälfte auf 77 Prozent zu.
Haben im Zeitraum vom 22. März bis zum 8. April 2021 noch 32 Prozent der Betriebe ihren Beschäftigten Tests angeboten, traf dies schon in der zweiten Aprilhälfte auf 77 Prozent zu.

Haben im Zeitraum vom 22. März bis zum 8. April 2021 noch 32 Prozent der Betriebe ihren Beschäftigten Tests angeboten, traf dies schon in der zweiten Aprilhälfte auf 77 Prozent zu. Weitere zwölf Prozent planen ein Testangebot an die Beschäftigten. Das zeigt eine zwischen dem 19.  und dem 30. April durchgeführte repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Spürbarer Anstieg

„Inwiefern dies in erster Linie auf die verordnete Testpflicht zurückzuführen ist, lässt sich nicht abschließend klären, da schon vor der Testpflicht ein spürbarer Anstieg des Anteils der Betriebe mit einem entsprechenden Angebot zu beobachten war“, so die Einschätzung des IAB-Forschers Jens Stegmaier. Mit Blick auf die Betriebsgröße bieten laut IAB-Pressemitteilung aktuell nahezu alle Großbetriebe ihren Beschäftigten Tests an, wohingegen dies bei rund drei Viertel der Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Beschäftigten der Fall ist. Das verbleibende Viertel dieser Kleinstbetriebe gibt zur Hälfte an, das Angebot von Tests zu planen, die andere Hälfte bietet weder Tests an noch gibt es entsprechende Planungen.

Branchenunterschiede

Auch nach Branchen lassen sich Unterschiede erkennen: Überdurchschnittlich häufig bieten mit 90 Prozent Betriebe im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen Corona-Tests an. Deutlich geringer ist dieser Anteil im Bereich Information und Kommunikation sowie im Gastgewerbe, wo jeweils nur knapp 60 Prozent der Betriebe ihren Beschäftigten bereits Tests anbieten.

Positive Resonanz

Der weit überwiegende Teil der Betriebe gibt mit 86 Prozent an, das Testangebot allen Beschäftigten zu unterbreiten. 13 Prozent der Betriebe beschränken das Testangebot auf die Beschäftigten, die vor Ort arbeiten. Im Durchschnitt nutzen 59 Prozent der Beschäftigten das Testangebot. Nach Einschätzung der Betriebe wird das Testangebot von den Beschäftigten vergleichsweise gut angenommen: 66 Prozent der Betriebe geben an, dass die Resonanz überwiegend positiv sei, und 28 Prozent, dass es sich die Waage halte.

Andere Testmöglichkeiten

Insgesamt bieten elf Prozent der Betriebe aktuell keine Tests an und haben dies nach eigenen Angaben auch nicht vor. Nach den Gründen gefragt geben drei Viertel dieser Betriebe an, dass die Beschäftigten ausreichend andere Testmöglichkeiten haben. 63 Prozent der Betriebe, die keine Tests anbieten, halten Infektionen während der Arbeit zum Beispiel aufgrund der Tätigkeit, der Raumsituation oder der Arbeitsorganisation für ausgeschlossen. Die Kosten der Tests, unzureichende Mengen oder eine mangelnde Akzeptanz unter der Beschäftigten scheinen dagegen keine große Rolle für fehlende Angebote zu spielen. (WLI)

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