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Pilotprojekt der BA erfolgreich
13.09.2013

Betreuung stabilisiert Arbeitsverhältnis

64 Prozent der Zeitarbeitnehmer waren vorher nicht beschäftigt – für Zeitarbeitsunternehmen gehört die persönliche Betreuung auf dem Weg zurück oder beim Einstieg ins Berufsleben längst zum selbstverständlichen Alltag. Wie wichtig diese Betreuung ist, hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen eines Konzepttests untersucht.

Ergebnis

Das Pilotprojekt wird zwecks nachhaltiger Stabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen erweitert, weil dadurch die Rückkehrquote in Arbeitslosigkeit reduziert werden kann.

Probleme

Nahezu die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse von ehemaligen Arbeitslosen, so die BA, aus der Grundsicherung („Hartz IV“) enden innerhalb der ersten sechs Monate. Oft entstünden Probleme die besonders Langzeitarbeitslose verzweifeln lassen. Vielen falle es schwer, diese Probleme selbst zu lösen. In Folge drohe Arbeitsplatzverlust. In den Jobcentern StädteRegion Aachen und Erfurt wurde laut BA ein begleitendes Coaching durch das Jobcenter praktiziert. Geprüft wurde dabei, ob Beschäftigung dazu beitrage, die Rückkehrquote von ehemaligen Hartz IV- Empfängern in die Grundsicherung zu verringern.

Erweiterung

Das Projekt wird nun aufgrund der positiven Erkenntnisse auf 18 weitere Jobcenter und neun Arbeitsagenturen erweitert. Wer wieder beschäftigt ist, kann das Betreuungsangebot sechs Monate lang wahrnehmen. Ziel sei es, das Arbeitsverhältnis gefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Stabilisierung

BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt: „Wenn jeder Zweite, den wir in den Arbeitsmarkt integrieren konnten, innerhalb eines halben Jahres zurückkommt, ist das zu hoch. Das hat neben vielen anderen Gründen auch etwas damit zu tun, dass wir viel in die Anbahnung von Arbeitsverhältnissen investieren und zu wenig in deren Stabilisierung. Menschen, die noch nie oder lange nicht in Beschäftigung waren, sollten wir eine Weile begleiten. Oft geht es einfach darum, durchzuhalten und nicht zu früh das Handtuch zu werfen. Oder um die kurzfristige Organisation einer Kinderbetreuung, wenn unerwartet Überstunden anstehen, dann aber die Kita geschlossen ist. Es ist für viele Menschen ohne Netzwerk einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass jemand da ist, der zuhört und als Unterstützer zur Seite steht.“

Hilfreiche Betreuung

Nachbetreute Beschäftigte, so das bisherige Ergebnis des Projekts, bleiben häufiger und länger in Lohn und Brot. Auch Arbeitgeber bewerteten die Unterstützung des Jobcenters als hilfreich. Wenn die Erweiterung des Projektes „Integration nachhalten“ die positiven Erkenntnisse bestätigt, soll das Angebot flächendeckend eingeführt werden. (WLI)

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