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Anerkennungsgesetz wirkt sich positiv aus
02.04.2014

Bessere Chancen für ausländische Fachkräfte

Eine große Hürde bei der Suche nach ausländischen Fachkräften war stets die Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland. 2012 vereinfachte die Bundesregierung das Verfahren, um den zunehmenden Bedarf zu decken. Nun wurde der erste Bericht zum Anerkennungsgesetz vom Bundeskabinett beschlossen. Der Bericht gibt einen Überblick über das bereits Erreichte und über noch zu bewältigende Aufgaben.

In der Pressemitteilung der Bundesregierung heißt es: Von April bis Ende 2012 haben insgesamt 11.000 ausländische Fachkräfte den Antrag auf ein Anerkennungsverfahren gestellt. Davon haben die zuständigen Stellen rund 7.500 ausländische Berufsabschlüsse als gleichwertig anerkannt. Die Mehrzahl der ausländischen Abschlüsse wurde also akzeptiert.

Engpässe reduziert

Das betraf allein mehr als 5.000 dringend benötigte Ärzte und Ärztinnen, darunter fast 350 Zahnärzte, und rund 1.500 Gesundheits- und Krankenpfleger. Engpässe, die in Deutschland in den Gesundheitsberufen in erheblichem Ausmaß vorhandenen sind, konnten dadurch bereits reduziert werden. Die meisten Antragsteller kamen aus Rumänien, der Russischen Föderation, Polen und Österreich.

Rechtsanspruch

Wer einen ausländischen Berufsabschluss hat, hat einen Rechtsanspruch auf Prüfung, ob dieser Abschluss mit einem deutschen gleichwertig ist. Mit der Anerkennung der Berufsqualifikation verbessern sich die Aussichten der ausländischen Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. Gleichwertige Berufsabschlüsse erleichtern es zudem, in Deutschland schneller heimisch zu werden.

Deutschland attraktiver

Die leichtere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse macht Deutschland für ausländische Fachkräfte attraktiver. Zwar gehört Deutschland heute zu den Ländern mit den geringsten Hürden für die Zuwanderung hoch qualifizierter Arbeitskräfte, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD ), trotzdem kommen noch viel zu wenig Fachkräfte hierher.

 

Sensibilisierung

Die Anerkennungsverfahren bringen den Betrieben Vorteile bei der Personalgewinnung und -entwicklung. Das Bundesbildungsministerium und die Sozialpartner werden daher die Betriebe zukünftig noch stärker informieren und sensibilisieren. Interessierte können sich auf dem Internetportal "Anerkennung in Deutschland", bei der Telefonhotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sowie beim Beratungsnetzwerk "Integration durch Qualifizierung" umfassend informieren.

Weiterbildung

Auch Sprachlehrgänge spielen weiterhin eine große Rolle, um die berufliche Anerkennung zu erleichtern. Geringere sprachliche Hürden werden es auch Arbeitgebern erleichtern, sich mehr um ausländische Fachkräfte zu bemühen. In Deutschland leben 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. 2,9 Millionen haben einen Abschluss im Ausland gemacht. Insgesamt rund 300.000 Menschen in Deutschland können von dem Anerkennungsgesetz profitieren, weil sie unterhalb ihrer Qualifikation beschäftigt oder arbeitslos sind und weil sie vor April 2012 keinen Anspruch auf ein Verfahren hatten. (WLI)

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