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Z direkt! berichtet über Stellenanzeigen in Online-Kanälen
17.12.2019

Beim Recruiting auch neue Wege gehen

Die Wege, Stellen auszuschreiben und neue Mitarbeiter anzuwerben, sind heutzutage mindestens ebenso vielschichtig wie oft auch unüberschaubar – in der neuesten Z direkt! 04-2019 werden die zahlreichen Möglichkeiten vorgestellt. Neben althergebrachten Kanälen wie etwa die inzwischen kaum noch genutzte Stellenanzeige in der Zeitung existiert ein umfangreiches Angebot verschiedenster Plattformen im Internet.

Die Wahl für diese oder jene Möglichkeit kann dann auch unter Umständen sehr schnell sehr teuer werden. Doch es gibt auch andere Alternativen: Diesen Weg beschreitet zum Beispiel die „yeew GmbH“ und setzt ganz auf Zielgruppenorientiertheit: „Damit verfolgen wir auch eine größere und vor allem genauere Streuung der Recruiting-Anzeigen“, erklärt Geschäftsführer Thorsten Kambach das Prinzip.

Surfgewohnheiten

Zugrunde gelegt werden bei yeew die Surfgewohnheiten der Online-Abonnenten von Medienhäusern. Dort werde zunächst analysiert, wer welche Themen bevorzugt aufrufe – diese Informationen gehen dann an Datenhändler wie etwa Google und landen schließlich bei der Agentur yeew, die daraus passgerechte Stellenanzeigen formuliert. Im Klartext bedeute das beispielsweise, so Kambach, dass jemand, der sich für technische Artikel interessiere, bevorzugt Anzeigen zu dieser Thematik eingeblendet bekomme.

Regionalisiertes Angebot

Das sei bundesweit allerdings nur schwer zu bewältigen. Daher werde das Angebot zunächst regionalisiert, das sei vor allem für kleinere und mittlere Zeitarbeitsunternehmen interessant. Vor der Realisierung des Angebots seien auch die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) unter die Lupe genommen worden, Ergebnis: „Bei der Einblendung spielen völlig andere Kriterien als Geschlecht oder Religion eine Rolle. Die Stellenanzeige kann also genauso gut bei einem Mann, einer Frau, einem 18- oder auch einer 60-Jährigen aufklappen“, erläutert der Geschäftsführer. Wo also ein Kunde seine Stelleanzeige regional platzieren wolle, sei vom AGG unbenommen, das stehe ja jedem selbst frei.

Praktische Ratgeber

Natürlich, so Kambach, lasse sich auch nicht ermitteln, welchen Beruf oder Ausbildung derjenige habe, der gerade bestimmte Artikel im Netz ansurfe. „Viele“, weiß er aus Erfahrung, „rufen auch Inhalte zu ihren Hobbys oder praktische Ratgeber für den täglichen Gebrauch auf.“ Daher sei es die Menge unterschiedlicher Daten, die es zu analysieren gelte. Aus dieser Mischung ergebe sich schließlich ein Gesamtbild, das auch berufliche Rückschlüsse zulasse. „Wir werten das Verhalten aus und schließen daraus auf die jeweilige Interessenlage“, erläutert er das Prozedere.

Treffergenauigkeit

Nach und nach schärfe sich dann das Profil der angestrebten Zielgruppe, und die Treffergenauigkeit erhöhe sich. Rufe also ein möglicher Kandidat die Online-Nachrichten seiner Wahl auf, klappe eine individuell abgestimmte Stellenanzeige mit auf, die den Surfenden eventuell interessieren könnte. Zur Ermittlung des Profils und der Gestaltung im passenden Corporate Design des Unternehmens werde dabei eng mit den Kunden zusammengearbeitet.

Werbekampagnen

Dieser vollautomatische und individualisierte Ein- und Verkauf von Werbeflächen in Echtzeit, „Programmatic Advertising“, lasse sich ausdehnen. Neben dem Recruiting Tool biete sich auch die Möglichkeit, eine Werbekampagne auf Smartphones, Tabletts, PCs, Laptops und Smart-TV zu starten. „Längst“, so der Geschäftsführer, „gehören beispielsweise Einblendungen ins Fernsehbild zum Standard.“ Dabei werde das eigentliche Bild verkleinert und an dessen Rand erscheine rundherum eine Werbeeinblendung.

Zuordnung

Auch bei „yeew easy“ werde das Geo- und Verhaltenstargeting praktiziert, um eine höhere Treffergenauigkeit zu erzielen. Bei diesem Targeting werden laut Kambach IP-Adressen oder IPTC/XMP ihrer geografischen Herkunft zugeordnet. IP-Adressen können zwar, so der Experte, wegen Verfahren wie dynamischer IP-Vergabe, Proxyservern oder NAT nicht immer eindeutig einem Internetnutzer zugewiesen werden, jedoch immer einem Besitzer. Starte ein Unternehmen mehrere Kampagnen, bieten sich Synergieeffekte an – die einzelnen Aktionen lassen sich smart verknüpfen – Effekt: Mit den gewonnenen Daten lässt sich die Erfolgsquote noch einmal deutlich erhöhen.

Verlinkung

Eine Frage allerdings bleibt noch offen: Wohin soll die mobile Anzeige verlinkt werden? Normalerweise ist die eigene Homepage die erste Anlaufadresse, führt aber gelegentlich zu einer Fülle auch anderweitiger Informationen. „An dieser Stelle“, so Kambach, „bietet sich eine klar strukturierte Aktionslandingpage an. Dazu gehört das Logo, Informationen und Bilder zum Angebot sowie natürlich alle Kontaktmöglichkeiten. Dann klappt´s auch mit dem neuen Mitarbeiter.“

Z direkt! 04-2019

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