Direkt zum Inhalt
Printer Friendly, PDF & Email
iGZ und Naumann-Stiftung diskutierten Zukunft der Arbeit
07.11.2018

Baumann: "Bei digitaler Transformation flexibel bleiben"

Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. hatte zusammen mit der Friedrich-Naumann-Stiftung Politiker, Unternehmensvertreter und Interessierte eingeladen, um über Digitalisierung und damit die Zukunft der Arbeit zu diskutieren. Rund 50 Teilnehmer waren ins Basecamp nach Berlin gekommen.

Diskussion über Digitalisierung und Arbeit 4.0 (v.l.): Christian Baumann, iGZ-Bundesvorsitzender, Andrea Resigkeit, Leiterin iGZ-Hauptstadtbüro, Manuel Höferlin (Bundestagsfraktion der Freien Demokraten), Christian Kulick (Bitkom), Anke Plättner (Moderation), Mads Pankow (Technikphilosoph), Kai Whitaker (Berichterstatter der CDU/CSU- Bundestagsfraktion für Arbeit 4.0) und Hilmar Sattler (Friedrich-Naumann-Stiftung).
Diskussion über Digitalisierung und Arbeit 4.0 (v.l.): Christian Baumann, iGZ-Bundesvorsitzender, Andrea Resigkeit, Leiterin iGZ-Hauptstadtbüro, Manuel Höferlin (Bundestagsfraktion der Freien Demokraten), Christian Kulick (Bitkom), Anke Plättner (Moderation), Mads Pankow (Technikphilosoph), Kai Whitaker (Berichterstatter der CDU/CSU- Bundestagsfraktion für Arbeit 4.0) und Hilmar Sattler (Friedrich-Naumann-Stiftung).

„Ich rate kleinen und mittelständischen Unternehmen intuitiv und flexibel zu bleiben, wenn es um digitale Transformation geht“, betonte iGZ-Bundesvorsitzender Christian Baumann im Rhamen seines Vortrags bei der Veranstaltung „Zukunft der Arbeit“ in Berlin. Es habe immer schon technologische Veränderungen gegeben, heute seien sie nur schneller. Das sei kein Grund zur Panik und niemand wisse jetzt schon genau, was komme.

Konkrete Angebote fehlen noch

„Man trifft sich heute im Netz, nicht in der Kneipe“, leitete Moderatorin Anke Plättner die Diskussionsrunde um Arbeit 4.0 ein. Christian Kulick, Mitglied der Geschäftsführung Bitkom e.V., betonte, dass die richtig guten Angebote in Sachen Künstliche Intelligenz noch fehlen würden. „Wirtschaft und Politik haben die Aufgabe, sich zusammenzusetzen und konkrete Angebote zu entwickeln“, meinte er. Manuel Höferlin, Digitalpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten, sah bei diesem Thema andere Länder weiter vorn: „Wir brauchen in Deutschland Freiräume, um Dinge auszuprobieren. Bei uns gibt es eine starke Zurückhaltung. Länder wie China sind schon viel weiter vorn mit dem Motto 'digital first, analysis second'“. Dem stimmte Technikphilosoph Mads Pankow zu: „In Deutschland suchen alle erstmal nach Zertifikaten, während sich unsere Jugendlichen alles bei YouTube selbst beibringen und viel weiter sind.“

Ein Netflix für die Weiterbildung?

Auch beim Thema Weiterbildung gab es verschiedene Tendenzen mit Blick auf die Digitalisierung. „44 Millionen Leute müssen die neuen Technologien auch beherrschen und damit arbeiten. Ich stelle mir ein Netflix für die Weiterbildung vor. Das heißt Universitäten, Unternehmer und Studenten entwickeln ein Qualifikationsportfolio auf einer Plattform, wo sich Interessierte selbst einloggen und eigenständig lernen können“, erläuterte Kai Whittaker, Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Arbeit 4.0, eine jüngst vorgestellte Initiative seiner Fraktion. Nach der Diskussionsrunde konnte sich alle Gäste in moderner Atmosphäre austauschen und netzwerken, während der Roboter „Robot 4 Work“ seine Bahnen zog und Hilfe anbot. (KM)

Neueste Artikel