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Erfahrungsaustausch zwischen Zeitarbeitsbranche und Agentur für Arbeit
19.09.2014

BA-Förderprogramme an Bedürfnissen vorbei

Zum Erfahrungsaustausch „Zeitarbeitsbranche – Bundesagentur für Arbeit“ trafen sich Vertreter der BA sowie der Zeitarbeitsbranche. In Oberursel bei Frankfurt am Main überlegten sie, wie die Zusammenarbeit noch weiter optimiert werden kann.

Den thematischen Einstieg lieferte ein Vortrag von Prof. Dr. Enzo Weber. Der kommissarische Forschungsbereichsleiter für Arbeitsmarktprozesse am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) referierte zu den Trends, Herausforderungen und Handlungsoptionen der Arbeitsmarktentwicklung.

Kontaktaufnahme erschwert

Im Anschluss diskutierten die Vertreter von Zeitarbeit und BA intensiv, welche Konsequenzen sich hieraus für die Zusammenarbeit ergeben. Als „vermittlungshemmend“ bezeichnete Angelo Wehrli, iGZ-Bundesvorstandsmitglied, die Tatsache, dass die BA die Telefonnummern der vorgeschlagenen Bewerber nicht mehr weitergebe. „Das erschwert die Kontaktaufnahme erheblich“, betonte Wehrli.

Förderprogramme anpassen

Zudem kritisierten die Zeitarbeitsvertreter, die Förderprogramme der BA entsprächen in den seltensten Fällen den Branchenbedürfnissen. Um dem Fachkräftemangel effektiv begegnen zu können, müsse hier dringend nachgebessert werden, lautete der Tenor. Zudem seien die Förderrahmenbedingungen im kommunalen SGB II-Bereich wenig durchschaubar.

Stellungnahme zu GroKo-Plänen gefordert

Mit Blick auf die Pläne der Großen Koalition, die Zeitarbeit weiter gesetzlich zu regulieren, forderten die Teilnehmer von der Bundesagentur für Arbeit eine Stellungnahme. Sie solle sich öffentlich dazu äußern, welche Folgen eine Beschränkung der Höchstüberlassungsdauer sowie Equal Pay nach neun Monaten für die Zeitarbeitsbranchen und damit für die Gesamtwirtschaft hätte. (ML)

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