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iGZ-Hauptgeschäftsführer reagiert auf DGB-Landeschef-Statement
05.03.2014

"Arbeitsmarkttür nicht vor der Nase zuschlagen"

„Mit der Forderung, Zeitarbeit noch weitgehender zu begrenzen als im Koalitionsvertrag gefordert, wirft der DGB-Landeschef NRW Andreas Meyer-Lauber nicht nur zahlreichen Arbeitsuchenden die Arbeitsmarkttür vor der Nase zu, sondern widerspricht auch noch den im iGZ-DGB-Tarifvertrag getroffenen Vereinbarungen“, reagierte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz auf Laubers Statement zum 12. AÜG-Bericht der Bundesregierung in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Der DGB-Landeschef habe die im Bericht formulierten Fakten völlig ignoriert: „Zeitarbeit trägt so dazu bei, eine positive konjunkturelle Entwicklung schnell in mehr Beschäftigung umzusetzen. Sofern der Aufschwung anhält, wächst das Vertrauen der Unternehmen in die konjunkturelle Entwicklung. Dann stellen die Unternehmen mehr Stammpersonal ein“, heißt es im Fazit der Regierung.

Übernahmequote

„Das“, so Stolz, „bedeutet, dass zahlreiche Zeitarbeitnehmer ins Stammpersonal der Kundenunternehmen der Zeitarbeitsbranche übernommen werden.“ Nachzulesen sei das außerdem im Mittelstandsbarometer der Soziale Innovation GmbH, die regelmäßig die 2.800 Mitgliedsunternehmen des iGZ befrage – demnach liege die Übernahmequote aktuell bei 36 Prozent und bestätige damit die Feststellung der Bundesregierung: „Gründe für diesen Beschäftigungsrückgang in der Zeitarbeit können sein, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Stammbelegschaften der Kundenbetriebe übernommen werden oder anderweitige Beschäftigungen außerhalb der Zeitarbeit aufnehmen oder sich die Dauer der Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit verlängert.“

Chance für Einstieg in Arbeit

Für Arbeitslose, Berufseinsteiger, Berufsrückkehrer, Wiedereinsteiger sowie Geringqualifizierte biete die Arbeitnehmerüberlassung laut AÜG-Bericht eine Beschäftigungsperspektive. Zeitarbeit sei dabei „für Arbeitsuchende mit schwierigen Arbeitsmarktchancen, insbesondere für gering Qualifizierte, ein arbeitsmarktpolitisches Instrument, um den Einstieg in Arbeit zu erreichen.“ Der Versuch, Zeitarbeit zu begrenzen sei laut Stolz also nicht „unzureichend“, wie von Lauber behauptet, sondern überflüssig, weil mit weiteren Regulierungen in erster Linie Chancen für Arbeitsuchende vernichtet würden.

 

Solide Voraussetzungen

„Auf Basis der Tarifautonomie wurde von den Sozialpartnern mit den Tarifverträgen solide Voraussetzungen für faire Löhne und einen fairen Wettbewerb geschaffen. Die fundierte und zukunftsorientierte Zusammenarbeit von Gewerkschaften und Arbeitgebern sollte nicht ständig durch solcherlei Äußerungen torpediert werden“, appellierte Stolz für eine sachliche Diskussion. (WLI)

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