Kristin Woltering absolviert Praktikum - Gespräch mit Zeitarbeitskraft

Kristin Woltering

  • Bundesgeschäftsstelle
  • Informationsmanagement/Social Media

1. Wahl Zeitarbeit

Heute stellt sich Christiane K. beim iGZ-Mitgliedsunternehmen Piening GmbH in Münster vor. Sie möchte einfach nur arbeiten. Personaldisponentin Martina Sprickmann, seit zehn Jahren im Unternehmen beschäftigt, führt ein Vorstellungsgespräch mit ihr.

Sind stets für ihre Mitarbeiter da (v.l.): Marcel Huwald, Carsten Hörmeyer, Martina Sprickmann und Nicole Rettberg.

Sie bietet ihr gleich zwei verschiedene Jobs in Münster an: Kommissionierung von Schreibbedarf im Lager in Nienberge oder als Helferin in der Wäscherei in der Uni Klinik Münster. Nun habe sie die Wahl, denn schon morgen könne sie starten.

1. Wahl Zeitarbeit

Nach dem Gespräch unterhält sich Christiane K. mit Kristin Woltering, beim iGZ zuständig für Informationsmanagement und Social Media. Die 32-Jährige absolvierte beim iGZ-Mitgliedsunternehmen ein Praktikum. Nach den Hintergründen für die Wahl eine Zeitarbeitsfirma zu nutzen, erklärt Christiane K.: „Der Pharmabetrieb, bei der ich 13 Jahre lang in der Buchhaltung beschäftigt war, hat ausgegliedert und mehrere hundert Mitarbeiter entlassen.“

Hochgearbeitet

Von heute auf morgen stand sie ohne alles da - und das, obwohl sie flexibel ist und schon viel Erfahrung hat. Mit einer Ausbildung zur Bäckereifachfrau ist sie gestartet, dann absolvierte sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenassistentin für englisch-deutsche Übersetzungen und lernte sogar etwas Arabisch. Anschließend stieg sie beim Pharma-Konzern in der Logistik ein, arbeitete sich über den Empfang bis in die Buchhaltung vor.

Durchgestartet

Doch dann der Schock: arbeitslos und kein Einkommen mehr. Sie pausierte zwei Jahre, um ihr pflegebedürftigen Schwiegereltern zu versorgen. Danach startete sie als Wäscherei-Helferin durch, und zuletzt arbeitet sie in einem 1-Euro-Job.

Wichtige Fragen

„Wir arbeiten hier ganz eng mit den Menschen zusammen. Jeder Tag ist anders, das macht den Job aus“, betont Niederlassungsleiter Carsten Hörmeyer. Im Vorstellungsgespräch gehe es vor allem um die Anreise zur Arbeitsstelle, den Lohn und die zu nutzende Arbeitskleidung. Gezahlt werde der Mindestlohn plus Branchenzuschlag oder anderen Zulagen für Nachtschichten oder starke körperliche Belastungen. Auch Studenten kommen vorbei und suchen kurzfristig einen Job in den Semesterferien, um sich die Studienzeit oder einen kleinen Urlaub zu ermöglichen. Viele freuen sich über die schnellen und spontanen Jobangebote.

Fachkräftemangel

Doch der Fachkräftemangel sei groß. Dementsprechend sei auch die Übernahmequote in die Kundenunternehmen gewachsen. "Insgesamt", zieht der Niederlassungsleiter ein Fazit, "wird der Arbeitsmarkt in Deutschland immer schnelllebiger und flexibler, die Fachkräfte werden rarer  und die Zeitarbeit damit immer wichtiger.(KRW)