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Bewerbungsprozess

Die Bewerbungsmappe in Papierform hat bald ausgedient. Online-Portale boomen.

Gut zwei Drittel der Personaler informieren sich in sozialen Netzwerken über Bewerber. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 304 Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern. 

Social Media boomt

Bisher gebe es noch keine klaren Regeln, ob Personalexperten Social Media-Profile von ihren Bewerbern vor dem Bewerbungsgespräch checken dürfen. Trotzdem gaben 63 Prozent der Experten an, sich im Vorfeld via Social Media über ihre Kandidaten zu informieren. „Ein aktuelles und gut gepflegtes Profil in sozialen Netzwerken kann die Chancen auf eine Einladung zum persönlichen Gespräch erhöhen. Wichtig ist, dass das Profil mit den eingereichten Bewerbungsunterlagen übereinstimmt, sie sinnvoll ergänzt und zusätzliche Informationen bietet“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Online-Recherche vorab

Drei von zehn befragten HRlern informierten sich bei der Analyse der eingereichten Unterlagen in den Social-Media-Profilen der Bewerber, ebenso viele nach dem ersten Gespräch mit dem Bewerber (30 Prozent). Jeder fünfte Personaler (18 Prozent) nutzt soziale Netzwerke als letzten Check, kurz bevor ein Vertrag zustande kommt. 76 Prozent der Personalverantwortlichen nutzen sie allerdings nur, um sich selbst ein besseres Bild vom Bewerber zu machen.

Wer als Bewerber gar kein Profil in sozialen Netzwerken hat, kann seinem beruflichen Fortkommen schaden. Zwar sagen acht von zehn Personalverantwortlichen (81 Prozent), die sich in sozialen Netzwerken über Kandidaten informieren, dass sie auch Bewerbern ohne Social-Media-Auftritt jede Stelle anbieten würden. Aber für jeden Sechsten (16 Prozent) ist das Vorhandensein eines Online-Profils unter Umständen jedoch ein Einstellungskriterium.