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iGZ-Mitglied stellt Umfrageergebnisse vor
05.12.2014

Zeitarbeitnehmer fürchten Höchstüberlassungsdauer

Wie stellen sich die laut Koalitionsvertrag geplanten Regulierungen der Zeitarbeitsbranche eigentlich aus Sicht der Arbeitnehmer dar? Eine Frage, der jetzt das iGZ-Mitgliedsunternehmen Orizon in einer Studie nachging – und für das geplante Vorhaben der Regierung ernüchternde Antworten erhielt:

Über 1.000 Zeitarbeitnehmer beteiligten sich an der Befragung – Ergebnis:  Über drei Viertel der Beschäftigten (78,7 Prozent) fürchten, dass ihr Arbeitsverhältnis durch die Begrenzung der Überlassungsdauer auf 18 Monate beendet werden könnte.

Finanzielle Nachteile

Damit nicht genug - auch die Chance auf Übernahme durch das Einsatzunternehmen wird als gering eingeschätzt. Nur 43,6 Prozent der Befragten sehen eine höhere Chance auf eine direkte Anstellung beim Einsatzunternehmen. Zudem erwarten 62,6 Prozent der Befragten finanzielle Nachteile durch die Reform.

Künstlicher Wechsel

Eine durchaus realistische Einschätzung, meint Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer der Orizon GmbH: „In der Metall- und Elektroindustrie haben wir bereits eine Überlassungshöchstdauer von zwei Jahren. Die Zeitarbeitnehmer werden dadurch aber keineswegs automatisch übernommen. Sicher ist hingegen, dass viele Zeitarbeitnehmer durch den künstlich herbeigeführten Wechsel des Einsatzbetriebes Branchenzuschläge verlieren und weniger Geld in der Tasche haben werden.“

Finanzielle Belastungen

Gerade für Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte sei Zeitarbeit außerdem die beste Chance, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen: Ein Viertel der Geringqualifizierten, die zwischen 2005 und 2012 einen Job gefunden haben, schaffte den Einstieg über die Zeitarbeit. Im gleichen Zeitraum sank die Anzahl der Langzeitarbeitslosen von 1,8 auf 1,1 Millionen. Hinzu komme, dass die finanziellen Belastungen durch tariflichen Mindestlohn und Branchentarifzuschläge für die Kundenunternehmen bereits sehr hoch sei.

Erhebliche Kosten

Durch die Regelungen entstünden auch erhebliche indirekte Kosten. In Folge der angedachten Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten müssten Personal- und Kundenunternehmen häufiger neues Personal für einen Einsatz finden und mehr Zeit auf die Einarbeitung verwenden. (WLI)

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