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iGZ-Hauptgeschäftsführer referiert bei „Zukunft Personal Europe“
12.09.2018

Zeitarbeit: Eine gute Wahl!

„Für viele ist Zeitarbeit immer noch eine Blackbox, mit der sie nicht viel anfangen können“, bedauerte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Während seines Vortrags auf der Fachmesse „Zukunft Personal Europe“ in Köln brachte er Licht ins Dunkel und erläuterte die Grundlagen der Zeitarbeitsbranche.

iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz (l.) referierte bei der Fachmesse "Zukunft Personal Europe" über die Grundlagen der Zeitarbeitsbranche.
iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz (l.) referierte bei der Fachmesse "Zukunft Personal Europe" über die Grundlagen der Zeitarbeitsbranche.

Im Jahr 2017 zählte die Bundesagentur für Arbeit insgesamt 1.032.238 Zeitarbeitskräfte. „Und jeder von denen hat seine eigene Geschichte und seine eigenen Gründe, warum er in der Zeitarbeitsbranche arbeiten möchte“, gab er an. Um diese Gründe transparent nach außen zu tragen, habe der iGZ die neue Kampagne „Zeitarbeit: Eine gute Wahl“ ins Leben gerufen.

Viele Helfer

Die typische Zeitarbeitskraft sei unter 35 Jahre alt (47 Prozent aller Zeitarbeitskräfte), männlich (70 Prozent) und als Helfer tätig (55 Prozent). Das sehe in der Gesamtwirtschaft ganz anders aus. Dort liege die Helferquote bei lediglich 20 Prozent. „Das muss man wissen, wenn über Lohnunterschiede zwischen Stammbeschäftigten und Zeitarbeitskräften diskutiert wird“, so Stolz. In Westdeutschland liege der Mindestlohn derzeit bei 9,49 Euro, in Ostdeutschland bei 9,27 Euro. Weitere Erhöhungsstufen seien schon tariflich festgehalten. „Wir liegen also tariflich über dem gesetzlichen Mindestlohn“, betonte Stolz. Darüber hinaus gebe es inzwischen in elf Einsatzbranchen Branchenzuschlags-Tarifverträge, die die stufenweise Angleichung des Lohns von Zeitarbeitskräften und Stammbelegschaft regeln.

Flüchtlingsintegration

Vor drei Jahren habe die Bundesregierung beschlossen, dass Asylbewerber und Geduldete auch in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt werden dürfen. „Und die Branche hat geliefert“, freute sich der iGZ-Hauptgeschäftsführer. 25.100 von 84.300 Flüchtlingen hätten bereits eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Zeitarbeitsbranche gefunden. „So viele hat keine andere Branche in Arbeit gebracht“, stellte Stolz heraus. Der iGZ habe seine Mitglieder unter anderem mit mehrsprachigen Informationsflyern und speziellen Seminarangeboten unterstützt. (ML)


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