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Neue iGZ-Projektgruppe zur PDK-Ausbildung
01.03.2022

Virtueller runder Tisch im Münsterland gestartet

Vor dem Hintergrund des starken Rückgangs bei der Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum/r Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau (PDK) auf knapp 600 im Jahre 2021 hat der iGZ eine neue Strategie entwickelt, um künftig auf breiter Front über den attraktiven Ausbildungsberuf zu informieren und Betriebe zum Ausbilden zu motivieren. Herzstück der neuen Strategie ist eine Projektgruppe, in der die zentralen PDK-Akteure aus drei strukturell unterschiedlichen Regionen an einen Tisch geholt werden. Und so trafen sich in der vergangenen Woche Vertreter der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Berufsschulen, PDK-Auszubildende und Zeitarbeitsunternehmen unter der Regie des Fachbereichs Bildung zum ersten Mal zu einer Online-Besprechung für das Münsterland. Die Resonanz war überaus positiv.

Vertreter von Zeitarbeitsunternehmen, der Bundesagentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammer trafen sich vergangene Woche.
Vertreter von Zeitarbeitsunternehmen, der Bundesagentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammer trafen sich vergangene Woche.

„Mit Bildung kenne ich mich gut aus“, betonte Prof. Dr. Jens Große, iGZ-Fachbereichsleiter Bildung und Personal, Qualifizierung, zu Beginn der Projektgruppe, die Große gemeinsam mit seiner Kollegin Bettina Richter, Ansprechpartnerin für die PDK-Ausbildung beim iGZ, moderierte. In der Vergangenheit sei er an zahlreichen Hochschulen des Mittelstands aktiv gewesen. Gleichzeitig präsentierte er sich als „Newcomer“ in der Branche, der sich seit seinem Amtsantritt im Oktober letzten Jahres tief in die PDK-Thematik eingearbeitet habe.

Zeitarbeitsunternehmen

Mit am Tisch saß Carsten Ahrens, Regionalkreisleiter für das Münsterland und das westliche Westfalen. Persönlich lege er großen Wert auf die interne Ausbildung, um den Fachkräfte-Nachwuchs der Branche sicherzustellen. Neben der Tarifkommission, für die er seit 2006 tätig ist, sei die PDK-Ausbildung für ihn das zentrale Thema der Verbandsarbeit. Sein Kollege Siegfried Boos, Regionalkreisleiter für das Rheinland, ließ sich am Veranstaltungstag aus persönlichen Gründen entschuldigen, zeigte sich aber im Vorfeld ebenfalls sehr interessiert an Mitwirkungsmöglichkeiten.

Bundesagentur für Arbeit

Heike Jost-Zipperer vertrat die Bundesagentur für Arbeit, für die sie seit dem Jahr 2014 als Koordinatorin Zeitarbeit aktiv ist und in dieser Funktion 100 Zeitarbeitsunternehmen mit einer zentralen Kooperationsvereinbarung sowie die beiden Schwesterverbände der Personaldienstleistung, iGZ und BAP, betreut. Neu hinzugekommen sei für sie im Jahre 2021 das PDK-Ausbildungs-Thema, nachdem die Branche mit dem akuten Rückgang der Auszubildendenzahlen konfrontiert worden war. Daher nehme sie gerne an dem Treffen teil. Und auch Robert Spilker, Bereichsleiter bei der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und verantwortlich für die Berufsberatung im Kreis Warendorf und der Stadt Münster, lobte die Zusammenkunft in dieser wichtigen Angelegenheit. 

IHK, Berufsschule und PDK-Profis

Für die Industrie- und Handelskammer (IHK) stellte sich Silke Deutschmann, Projektkoordinatorin für bildungspolitische Projekte bei der IHK Nord-Westfalen am Standort Münster vor. Sarah Kreienbaum, PDK-Bildungsgang-Verantwortliche, betonte für das Hansa Berufskolleg Münster: „Gut, dass die Projektgruppe als langfristiger Prozess angelegt ist.“ Jeder der Teilnehmer bringe einen anderen Blick auf das Thema mit, daher hoffe sie, dass die Zusammenarbeit auch über den Herbst hinaus angelegt sei. Aus der Praxis berichteten Marion Celikkiran, Regionalleitung Conlog GmbH, und Donika Shatrolli, Conlog-PDK-Auszubildende im dritten Lehrjahr. Unterstützt wurden sie dabei von Sina Sternberg, Personalerin bei Felten, sowie Luca Scupin, Felten-Auszubildender im ersten Lehrjahr. 

Präsentation und Pärchenbildung

„Heute wollen wir den Motor anwerfen, um gemeinsam zu überlegen, was in der gegenwärtigen Situation zu tun ist“, erläuterte Jens Große seine Projekt-Idee. Im Münsterland habe man ein Mittelzentrum mit seinen ganz speziellen Ausbildungs-Voraussetzungen identifiziert. Danach ziehe die „Karawane“ weiter in den ländlichen Raum Thüringens. Das dritte Etappenziel bilde die Metropolregion München, ein Ballungsgebiet mit 1,3 Millionen Einwohnern. Die ersten drei Treffen seien – zunächst digital – für das Frühjahr vorgesehen, danach gehe es – gespiegelt – im Sommer, „hoffentlich im Präsenz“, weiter. Für das Protokoll zeichnete Martina Sabiu-Hummel, iGZ- Seminarorganisation, verantwortlich. Die Teilnehmer der Projektgruppen sind dazu aufgerufen, verschiedene Leitfragen in Kleingruppen in den Phasen zwischen den Terminen zu vertiefen. „Wenn alles nach Plan läuft, haben wir am Ende einen Instrumentenkasten mit Tipps rund um die Rekrutierung und Vermarktung der PDK-Ausbildung, den wir, als national aktiver Verband, unseren Mitgliedern zur Verfügung stellen können,“ betonte Große. (BR)
 

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Drei strukturell unterschiedliche Regionen sollen für vielfältige Informationen über den Ausbildungsberuf sorgen.

 

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