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100 Teilnehmer bei PERSONAL.PRAXIS.NORD.DIGITAL.
30.11.2021

Politik – erschreckende Unwissenheit beim Thema Zeitarbeit

Das Digitalzeitalter hat – nicht zuletzt auch wegen der Coronapandemie – bei den iGZ-Mitgliedsunternehmen Einzug gehalten: Über 100 Anmeldungen registrierte der Zeitarbeitgeberverband zu seiner Veranstaltung PERSONAL.PRAXIS.NORD.DIGITAL., die im virtuellen Raum stattfand. Zum Auftakt des Kongresses begrüßten Moderator Jens Issel, Leiter der iGZ-Kommunikationsabteilung, Dr. Timm Eifler, iGZ-Landesbeauftragter Hamburg, Bettina Schiller, iGZ-Landesbeauftragte Bremen, und Oliver Nazareth, iGZ-Landesbeauftragter Schleswig-Holstein die Teilnehmenden zum Gespräch über die Situation der Zeitarbeitsbranche in Deutschlands Norden.

Timm Eiffler drückte angesichts der jüngsten Bundestagswahl seine Hoffnung aus, dass die Zeitarbeitsbranche von der Politik fair behandelt werde. Die Arbeitswelt sei in einem großen Wandel begriffen – neue Arbeitszeitmodelle führten weg von den ehemals starren Modellen. Flexibilität sei gefragt, die auch für die Zeitarbeit eine große Chance bedeute. Gerade was Flexibilität betreffe, sei die Zeitarbeit nun gefragt. Die Branche sei der einzige Player in der Wirtschaft, der tariflich gesicherte variable Arbeitsmodelle anbieten könne.

Podcast

Oliver Nazareth berichtete über seinen Zeitarbeits-Podcast, in dem er den Charakter der Zeitarbeit erklärte und tiefe Einblicke in den Alltag eines Zeitarbeitsunternehmen gewährte. Unterm Strich sei die Resonanz sehr positiv gewesen, sogar Jobanfragen seien daraufhin bei ihm gelandet. Die Zeitarbeit und weitere Einschränkungen seien durchaus Themen gewesen, wurden aber nicht realisiert, blickte Bettina Schiller auf die Koalitionsverhandlungen zurück. Erschreckend sei für sie nach wie vor die Unwissenheit, die bei vielen Politikern über die Zeitarbeit herrsche. Selbst solche Fakten wie etwa die Existenz des iGZ-DGB-Tarifvertrages werden meist mit großer Überraschung quittiert. Die Corona-Situation schilderte sie vor Ort als sehr problematisch, auch Krankmeldungen fänden gehäuft statt. Zum Image stellte sie fest, dass Vorbehalte vor allem bei jüngeren Menschen deutlich geringer seien. Die Branche sollte versuchen als das wahrgenommen zu werden, was sie ist – Personaldienstleister.

Virtuelle Camps

Im Anschluss ging´s in die virtuellen Camps – die Teilnehmenden konnten wählen zwischen „Best Practice: TikTok, Youtube, Insta & Co. – nützliche Rekrutierungstipps“ von Daniel Zoll, Social-Media-Berater; „Digitale Weiterbildung: Wie kann man Digital-Recruiting-Experten ausbilden“ mit Carsten Tabatt, Projektleiter digital-recruiter.com, und „Employer Branding: Mitarbeiterbindung und -gewinnung mit CSR“ von Dr. Jenny Rohlmann, Strategisches Marketing/Public Relations und CSR-Beauftragte.

Recruiting im Social Media

PPNord003.jpgGroßes Interesse herrschte vor allem am Beitrag Daniel Zolls, der wertvolle Tipps für den Umgang mit Social Media gab. Zunächst gelte es, Ressourcen zu schaffen. Dabei sei es oftmals recht aufwendig, professionelle Inhalte zu schaffen. Die Erwartungshaltung solle auf jeden Fall realistisch bleiben, unterstrich Zoll mit Blick auf das hohe Maß an Beschäftigung, um eine Plattform nachhaltig zu gestalten. Wer einen großen Auftritt wolle, müsse dann eben auch mehr Personal dafür beschäftigen. Wichtig sei es dabei, ein Ziel zu definieren und dementsprechend die Aktivitäten zu planen. Regelmäßige Postings garantieren laut Zoll, „dass man stattfindet und nicht aus den Köpfen verschwindet. Ihr müsst die Leute füttern“, betonte er. Dritte Voraussetzung sei die Auseinandersetzung mit den Plattformen und es zu lernen, die Inhalte zu produzieren, um sie für das Recruiting nutzen zu können.

iGZ-Thementische

Spannend ging´s dann auch nach den Camps weiter: An „Thementischen“ sprachen die Teilnehmer im Chat mit Oliver Nazareth, über TikTok, Insta und Co., mit Olaf Reinhardt, iGZ-Regionalkreisleiter Niedersachen Ost, über die Wirtschaftlichkeit von Personaldienstleistung, mit Irene Schubert, iGZ-Regionalkreisleiterin Niedersachsen West, über das richtige Azubi-Recruiting, mit Dr. Timm Eifler über Markenbotschaften und mit Bettina Schiller über das Image der Zeitarbeit unter verschiedenen Aspekten sowie Zeitarbeit und Politik.

Fünf Themen

Mit einem Impulsreferat von Eric Odenkirchen, iGZ-Fachbereichsleiter Arbeits- und Tarifrecht, zu fünf Themen, die beim Recruiting beachtet werden sollten, sowie einer anschließenden juristischen Fragestunde endete der Kongress. (WLI)

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