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Kein Freifahrtschein für Politik bei Eingriff in Tarifautonomie
23.09.2021

iGZ-Tarifkommission konstituiert sich neu

Nach zwei Jahren konstituiert sich die Tarifkommission des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) turnusgemäß neu und damit pünktlich zur Bundestagswahl, die auch für die Zeitarbeit richtungsweisend sein wird.

Andreas Haßenewert, neu gewählter Vorsitzender der iGZ-Tarifkommission (stehend), leitete die konstituiernde Sitzung in Hannover.
Andreas Haßenewert, neu gewählter Vorsitzender der iGZ-Tarifkommission (stehend), leitete die konstituiernde Sitzung in Hannover.

Sven Kramer, stellvertretender Bundesvorsitzender wurde erneut zum Verhandlungsführer gewählt. Er betonte die Wichtigkeit der Tarifautonomie: „Wir haben mit Blick auf die Bundestagswahl die Parteiprogramme intensiv studiert und haben aktiv bei den Parteien nachgefragt. Die Zeitarbeitsbranche hat wie jede andere Branche auch das Recht, die Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen zu vereinbaren. Es ist seit 2003 eine Tarifarchitektur entstanden, auf die die Tarifvertragsparteien mit Stolz blicken können. Ein gesetzlicher Eingriff wäre unverständlich und inakzeptabel.“

Rolle der Zeitarbeit anerkennen

Andreas Haßenewert wurde zum Vorsitzenden der Tarifkommission und zum stellvertretenden Verhandlungsführer gewählt. Dabei betonte Haßenewert, in Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahl, die Wichtigkeit der Zeitarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt: „Wir wollen mit der Arbeit der Tarifkommission Chancenbereiter und nicht Chancenverhinderer für die Branche sein. Diese Rolle der Zeitarbeit muss auch die Politik anerkennen. Mit 725.000 Angestellten in der Zeitarbeit leisten wir einen wichtigen, tarifvertraglich organisierten Beitrag für den deutschen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt.“

Sechsköpfige VGZ

In die sechsköpfige Verhandlungsgemeinschaft von iGZ und BAP, in die jeder Verband drei Vertreter entsendet, wurde neben Sven Kramer und Andreas Haßenewert auch Florian Meyer gewählt. Hauptamtlich begleitet, wie schon die Jahre zuvor, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des iGZ, Dr. Martin Dreyer, die Tarifpolitik. Weiterhin wurden in die Verhandlungskommission des iGZ gewählt:  Vanessa Nier und Frank Grossnick. (JI)

Die Mitglieder der iGZ-Tarifkommission:
Bei der letzten Wahl im Juni 2021 berief die iGZ-Mitgliederversammlung folgende Personen ins Amt: Dr. Timm Eifler, Carsten Ahrens, Ulrike Kücker, Martin Liebert, Vanessa Nier, Robert Schäfer, Andreas Haßenewert, Volker Homburg, Janne Maurer, Michael Bezverkhniy, Michael Haitz, Gerriet Cornelius, Thomas Dick, Nicole Piontek, Florian Meyer, Matthias Klösch, Lars Pogadl-Kamper, Ulrich Angenendt, Frank Grossnick und Carsten Scholz.
 
Die iGZ-Tarifkommission ist zuständig für den Abschluss von Tarifverträgen. Sie bereitet Tarifverhandlungen inhaltlich vor und begleitet sie. Sie beschließt über die Aufnahme und Beendigung von Tarifverhandlungen sowie über die Kündigung von Tarifverträgen. Darüber hinaus besteht die iGZ-Tarifkommission aus 21 weiteren stimmberechtigten Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Ihre Amtsperiode beträgt zwei Jahre. Bei der Zusammensetzung der Tarifkommission sollen möglichst die Bundesländer und die unterschiedlichen Personaldienstleistungsstrukturen Berücksichtigung finden. Die Tarifkommission entsendet aus ihren Reihen drei Mitglieder in die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), die mit den Arbeitnehmergewerkschaften die Tarifverträge verhandelt.

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