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iGZ-Landeskongress Süd
22.11.2016

Herausforderungen erkennen – Lösungswege bieten

Über 500 Teilnehmer begrüßte Ariane Durian, Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), beim iGZ-Landeskongress Süd in Stuttgart. „Wir befinden uns in bewegten Zeiten“, fasste sie die Situation vor Inkrafttreten des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) zusammen. Zusätzlich befinde sich der iGZ derzeit in Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften. Da sei es für die Verbandsmitglieder wichtig, zusammenzurücken.

Besonders dankte Durian in ihrem Grußwort Sven Kramer für seinen engagierten Einsatz für die iGZ-Tarifarbeit. Als iGZ-Verhandlungsführer setze er sich derzeit fast täglich dafür ein, die Position der Zeitarbeitgeber zu vertreten. Großen Einsatz für die Branche leisteten zudem Petra Eisen, iGZ-Landesbeauftragte Bayern, Armin Zeller, iGZ-Landesbeauftragter Baden-Württemberg, und die Regionalkreisleiter aus Süddeutschland. „Die enge Zusammenarbeit der Ehrenamtlichen und deren großes Engagement trägt deutlich dazu bei, dass der iGZ vor Ort präsent sein kann und viel bewegt“, betonte Durian.

iGZ-Award

Armin Zeller, iGZ-Landesbeauftragter Baden-Württemberg, stellte heraus, wie viele Anstrengungen und Bemühungen die iGZ-Mitglieder täglich auf sich nehmen, damit es den Mitarbeitern gut geht. „Diese Arbeit möchte der iGZ in diesem Jahr besonders mit einem Preis würdigen“, verwies er auf den iGZ-Award. Petra Eisen, iGZ-Landesbeauftragte Bayern, freute sich über die große Teilnehmerzahl und stellte schmunzelnd in Aussicht, dass der nächste iGZ-Landeskongress Süd wieder in „ihrem“ Bundesland Bayern stattfinden werde.

Eckpunkte der AÜG-Reform

Dr. Martin Dreyer, stellvertretender iGZ-Hauptgeschäftsführer, fasste die Eckpunkte und Fakten des geänderten Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) zusammen. Positiv sei, dass das Inkrafttreten des Gesetzes vom Jahresbeginn auf den 1. April 2017 verschoben wurde. „Damit gewinnen Sie mehr Zeit, um Ihre Prozesse entsprechend anzupassen“, erläuterte Dreyer. In seinem Vortrag erklärte er, welche Stichtage mit Blick auf die AÜG-Reform für die iGZ-Mitglieder besonders wichtig sind.

„Nicht nur Digitalisierung verändert die Wirtschaft“

Die Herausforderungen der Wirtschaft im Südwesten benannte Kai Schweppe, Geschäftsführer Arbeitspolitik bei Südwestmetall. „Manchmal entsteht das Bild, dass alles so bleibt, wie es ist – nur dass eben die Digitalisierung hinzukommt“, kritisierte Schweppe. Das sei aber mitnichten so. Weitere wichtige Einflussfaktoren seien der Fachkräftemangel, der demographische Wandel und natürlich der globale Wettbewerb. Schon 2007 habe Südwestmetall deshalb eine Initiative zur Sicherung von Produktionsarbeit beschlossen, um die industrielle Wertschöpfung in Deutschland zu erhalten.

Expertengespräch zur AÜG-Reform

Anschließend tauschte er sich mit Nicole Munk, Geschäftsführerin des iGZ-Mitglieds SYNERGIE Personal Deutschland, über die Auswirkungen der AÜG-Reform auf die Zukunft der Zeitarbeit aus. Dr. Jochen Voß, Journalist beim Südwestrundfunk, moderierte das Expertengespräch. (ML)

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