Direkt zum Inhalt

Benutzeranmeldung

kopf_aktuelles.jpg

Zulauf auf Online-Angebote wächst in der Coronakrise
11.05.2021

Digitale Messen informieren über PDK-Ausbildung

Die aktuelle Corona-Situation macht es potenziellen Arbeitgebern der Zeitarbeitsbranche schwer, Nachwuchs für die Ausbildung zu Personaldienstleistungskaufleuten (PDK) zu finden. Neben der gemeinsamen Informationsplattform der Zeitarbeitgeberverbände BAP und iGZ, www.pdk-ausbildung.de, können sich Interessierte auch auf digitalen Ausbildungsmessen über diesen Ausbildungsweg informieren. Dort können sich außerdem Unternehmen präsentieren. Das Interesse an der PDK-Ausbildung ist nach wie vor groß – zuletzt bewarben sich trotz der Coronakrise rund 600 designierte Personaldienstleistungskaufleute dafür.

Das Interesse an Online-Angeboten wächst beim beruflichen Nachwuchs: Mittlerweile gibt es in vielen Bundesländern Alternativen zur klassischen Berufsorientierungsmesse. Die Angebote können von Unternehmen vielfach kostenfrei genutzt werden und bieten umfassende Berufs- und Ausbildungsinformationen.
Das Interesse an Online-Angeboten wächst beim beruflichen Nachwuchs: Mittlerweile gibt es in vielen Bundesländern Alternativen zur klassischen Berufsorientierungsmesse. Die Angebote können von Unternehmen vielfach kostenfrei genutzt werden und bieten umfassende Berufs- und Ausbildungsinformationen.

Am 8./9. Juni findet die zweite digitale Ausbildungsmesse „AzuBeYou“ für das Ruhrgebiet statt. Bei der Erstauflage im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 1.000 Schüler, ihre Eltern und Lehrkräfte. In der virtuellen Messehalle präsentierten sich 80 Unternehmen. Carsten Taudt, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung und Fachkräftesicherung der IHK Nord Westfalen, war mit der guten Resonanz zufrieden: „Mit einer solchen Betriebsamkeit hatten wir nicht gerechnet“. Im Gruppen-Chat, in dem sich mehr als 50 Teilnehmer gleichzeitig austauschen konnten, sei es zugegangen „wie in einer echten Messehalle“. Fragen, Informationen und Antworten wurden munter ausgetauscht, bevor die Unternehmer, Jugendlichen und ihre Eltern das Gespräch am virtuellen Messestand fortsetzten.

Generation tickt anders

„Die Betriebe haben längst verstanden, dass sie sich bei ihrem jungen Publikum bewerben müssen“, verwies Taudt auf sinkende Schulabgängerzahlen. Dazu komme, dass die Generation „anders tickt“. Der Umgang mit Onlineangeboten sei stets souverän. Mittlerweile gebe es in vielen Bundesländern Alternativen zur klassischen Berufsorientierungsmesse. Die Angebote können von Unternehmen vielfach kostenfrei genutzt werden und bieten umfassende Berufs- und Ausbildungsinformationen.

Video-Chats

Das IfT Institut für Talententwicklung bietet Video-Chats als Ersatzveranstaltung für die bereits regional bekannten vocatium-Bildungsmessen beispielsweise für Bremen, Brandenburg und Sachsen an. Ebenfalls virtuell finden die Berufsmesse Olpe der IHK Siegen und die m80-Messen-Ausbildungsmesse statt. Interessierte Unternehmen können ihren Ausbildungsbetrieb dort digital in 3D präsentieren.

Distanzunterricht

Manche Berufsschulen gehen bereits jetzt erfolgreich digitale Wege: An der Hanse-Schule Lübeck wurde im März ein digitaler Austausch über das Videokonferenz-Tool „Big Blue Button“ ins Leben gerufen, um den Dialog über den PDK-Ausbildungsberuf auch in Zeiten des Distanzlernens zu fördern. Dabei gaben Unternehmer der Zeitarbeitsbranche Einblicke in die aktuellen Herausforderungen sowie Ausblicke auf die Entwicklung der Branche. Am Ende nutzten die Teilnehmer eine Möglichkeit zur Diskussion in digitalen Kleingruppen. Demgegenüber nutzten Schüler des Konrad-Klepping-Berufskollegs (KKB) in Dortmund im Oktober 2020 die Möglichkeit zum Messebesuch „live und in Farbe“: Die angehenden Personaldienstleistungskaufleute des KKB besuchten die Zukunft Personal in Köln, um Vorträge wahrzunehmen oder an Fachdiskussionen teilzunehmen.

Erster Eindruck zählt

Ähnlich gemischt fällt die Nutzung neuer Möglichkeiten bei den Zeitarbeitsunternehmen aus: „Wir haben 2021 bereits zwei Auszubildende eingestellt“, erläutert Hanna Bonhorst, Teamleitung bei der pro tec service GmbH in Nordhorn. „Daher sind Messen bei uns zurzeit kein Thema. Sollte sich die Frage jedoch wieder stellen, sind wir offen für Online-Messen.“ Kerstin Faßbender, DEKRA Arbeit GmbH in Köln, ergänzt: „Für uns zählt vor allem der erste Eindruck: Gerade beim PDK-Beruf möchte ich wissen, ob der Bewerber Blickkontakt hält und wie sein Händedruck ausfällt. Das erfahre ich aber nur bei der persönlichen Begegnung.“ Andrej Goran, Personalassistent bei iperdi in Ahrensburg, meint: “Digitale Messeangebote müssen in der Branche erst noch bekannter werden. Die Personalverantwortlichen sollten sich mit den Besonderheiten vertraut machen, denn nur dann können sie die Vorteile effektiv für sich nutzen.“ (BR)

Neueste Artikel