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Corporate Social Responsibility bei VBG-Branchentreff
18.03.2021

CSR-Umsetzung beginnt mit kleinen Schritten

Das Thema „Corporate Social Responsibility“ (CSR), also der freiwillige Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht, rückt auch zunehmend ins Licht der Zeitarbeitsbranche – was sich übrigens auch im vom iGZ regelmäßig verliehenen „iGZ-Award“ materialisiert. Die iGZ-Regionalkreisleiter und CSR-Botschafter des iGZ, Nicole Munk (Baden), Geschäftsführerin, Synergie Personal Deutschland GmbH und Hans-Joachim Scharrmann (Dortmund/Bochum), Geschäftsführer, Euromont Montagen- und Dienstleistungs GmbH, erläuterten im Interview die Hintergründe und Voraussetzungen für ein erfolgreiches CSR.

Die iGZ-CSR-Botschafter Nicole Munk (M.) und Hans-Joachim Scharrmann wurden beim VBG-Branchentreff von Conny Czymoch zum Thema CSR interviewt.
Die iGZ-CSR-Botschafter Nicole Munk (M.) und Hans-Joachim Scharrmann wurden beim VBG-Branchentreff von Conny Czymoch zum Thema CSR interviewt.

Mit einem Einspieler wurden zunächst die definierten Herausforderungen und Ziele von CSR näher vorgestellt. Nicole Munk erläuterte im Anschluss die Handlungsfelder. Unter anderem sei Chancengleichheit ein Thema – das betreffe sowohl die Gleichstellung von Mann und Frau in der Arbeitswelt als auch etwa die Gleichbehandlung unterschiedlicher Altersgruppen.

Arbeitssicherheit

Die Arbeitssicherheit werde mit Blick auf CSR ebenfalls betrachtet, analysiert und realisiert. Eine Pflicht sei für die Unternehmen zudem der Umwelt- und Ressourcenschutz. „In die Kür fällt Soziales und Social Sponsoring. CSR ist auch für die Zeitarbeit ein ganz normales Thema“, stellte sie fest. Enorm wichtig dabei sei die Mitarbeitermotivation: Ihr Unternehmen zeichne Mitarbeiter aus, die sich in Projekten engagieren. „Der iGZ hat schon 2017 das Thema im Rahmen des iGZ-Awards aufgegriffen. Wir hatten das Thema Flüchtlinge. Unsere internen Mitarbeiter haben das Integrationsprojekt dann umgesetzt“, nannte Munk ein Beispiel.

Brücke zum Ehrenamt

Synergie habe außerdem auch noch eine Azubigruppe: „Die Auszubildenden dürfen sich etwas aussuchen, das sie unterstützen wollen, wie etwa eine Reittherapie für behinderte Kinder oder das Möbel bauen für eine Kinderstation im Krankenhaus.“ Damit werde für jungen Menschen eine Brücke hin zum Ehrenamt geschlagen – und das komme sehr gut an.

Eigene Leitlinien

Hans-Joachim Scharrmann erläuterte, sein Unternehmen habe eine eigene Leitlinien erstellt. Wichtigste Säulen seien Ethik, Zukunft des Unternehmens und der Mitarbeiter, die Arbeit im Team und die praktische Umsetzung dieser Ziele. „Wir tragen als Unternehmen auch eine Gesamtverantwortung für die Gesellschaft“, betonte Scharrmann. Mithilfe von CSR könne das nachhaltig kommuniziert werden. Das bedeute zudem eine Zukunftssicherung für Mitarbeiter und Unternehmen. Ökologische Gründe seien mindestens ebenso wichtig, Scharrmann: „Wichtiger ist jedoch, alle Säulen zusammenzufassen und dann umzusetzen.“

Gesamtpaket CSR

Der Erfolg lasse sich auch an der Fluktuation der Mitarbeiter messen – bei Euromont gebe es viele Kollegen, „die schon 20 Jahre bei uns sind.“ Im Gesamtpaket gelte es außerdem, Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und zu erhalten. „Deshalb ist es wichtig, sich auch etwa um Arbeitsschutz mit System zu kümmern und ein Gesundheitsmanagement zu organisieren.“ Nicole Munk fügte hinzu: „Wir schauen zusätzlich danach, mit welchen Kunden wir zusammenarbeiten und achten dabei auf die Äußerungen der dort tätigen Mitarbeiter. Werde Kritik laut, gebe es im Zweifel Einschränkungen oder am Ende auch eine Aufkündigung der Zusammenarbeit mit einem Kunden.

iGZ-Leitfaden

Scharrmann unterstrich in diesem Zusammenhang: „Wir legen Wert auf Gleichbehandlung. Unsere Mitarbeiter dürfen nicht als Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt werden. Sonst wird die Zusammenarbeit beendet.“ Wer sich für die Realisierung von CSR interessiere, solle bei der Umsetzung darauf achten, mit kleinen Schritten anzufangen und erstmal schauen, was schon da sei. „Der Leitfaden des iGZ ist eine sehr gute Hilfestellung“, waren sich beide einig. (WLI)

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