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Welche Fördermittel für die Qualifizierung des Niedriglohnsektors braucht es?

Die Antworten der Parteien auf diese Frage sind nicht in ein Ja/Nein-Schema übertragbar.

Der iGZ fragt:

Zeitarbeit ist eine wichtige Integrationshilfe für Berufseinsteiger, Migranten, Flüchtlinge, Geringqualifizierte, (Langzeit-) Arbeitslose etc. Welche neuen Förderinstrumente schlägt die (Partei) vor, damit die (Nach-) Qualifizierung dieser Personenkreise noch besser gelingt? 

Die Parteien antworten:

Das Logo der Grünen.

Bündnis 90/Die Grünen: Wir GRÜNE wollen die Arbeitslosenversicherung zu einer grünen Arbeitsversicherung weiterentwickeln. Diese soll die Qualifizierung von Arbeitslosen wie auch Beschäftigten wirkungsvoll fördern. Ein Recht auf Weiterbildung soll flankiert werden von einem auskömmlichen Weiterbildungsgeld, einem Weiterbildungs-BaföG und der Möglichkeit einer Qualifizierungs-Kurzarbeit. Wir wollen die Weiterbildungs-Beratung verbessern und bündeln durch den Aufbau von Bildungsagenturen vor Ort, wo sich alle relevanten regionalen Träger von Weiterbildung vernetzen.

 

Das Logo der SPD.

SPD: Die SPD hat mit dem Qualifizierungschancengesetz und dem Arbeit-von-morgen-Gesetz die Bedingungen und Förderungen der beruflichen Weiterbildung massiv ausgeweitet. Angesichts der Herausforderungen durch die sozial-ökologische Transformation und die Digitalisierung sehen wir weiteren Handlungsbedarf. Deshalb wollen wir ein Recht auf Weiterbildung schaffen und dies durch geförderte Bildungszeiten zusätzlich attraktiv machen. Gerade für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose haben wir den sozialen Arbeitsmarkt mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsmöglichkeiten und zusätzlicher Förderung von Weiterbildung eingerichtet. Dieser hat sich bewährt und soll ausgebaut werden.

 

Das Logo der FDP.

FDP: Wir Freie Demokraten wollen, dass aktive und passive Leistungen in der Grundsicherung miteinander getauscht werden können. Gelder aus dem Arbeitslosengeld II sollen in Lohnkostenzuschüsse für einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz umgewandelt werden können. So schaffen wir Anreize für Unternehmen, Langzeitarbeitslose einzustellen, und ermöglichen die flächendeckende Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Der Passiv-Aktiv-Tausch ermöglicht auch die bessere Finanzierung von Umschulungen und damit Zukunftsperspektiven für Langzeitarbeitslose. So fördern wir Personen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt wenig Chancen haben. 

 

Das Logo der CDU/CSU.

CDU/CSU: Wir werden eine qualitative und quantitative Offensive im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende starten. Dazu zählen die Verbesserung der Sprachkompetenzen und die Ausbildungsfähigkeiten. Zudem werden wir die Rahmenbedingungen so verbessern, dass mehr geringqualifizierte Arbeitslose an einer Ausund Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen sind dabei einer schnellen Vermittlung in eine Helfertätigkeit vorzuziehen. 

 

Weitere Antworten der Parteien gibt es beim Klick auf die folgende Fragen: