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Authentisch und digital: So erreichen Sie die Generation Z!

Zehn Tipps für ein erfolgreiches PDK-Azubi-Marketing

Wo und wie kann ich PDK-Azubis am besten rekrutieren? Personaldienstleistungskaufleute (PDK) tragen eine hohe Verantwortung: Auf der einen Seite sind sie verantwortlich für die Mitarbeiter der Branche. Auf der anderen Seite haben sie die Anforderungen der Kundenbetriebe zu berücksichtigen. Um diesen täglichen Balanceakt erfolgreich zu meistern, bedarf es einer ausgeprägten Menschenkenntnis, kommunikativer Fähigkeiten und der Bereitschaft, künftig Führungsverantwortung zu übernehmen. Doch diese Gaben sind nicht jedem in die Wiege gelegt.

Rollentausch: Die Azubis wählen aus

Ihr Erfolg als Azubi-Recruiter und damit auch Ihr Erfolg als Unternehmer steht und fällt mit der Antwort auf die Frage, ob es Ihnen gelingt, die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu finden. Hilfreich dabei ist die Erkenntnis, dass mittlerweile nicht mehr die Unternehmen die Auszubildenden auswählen, sondern die Azubis aus einem riesigen Angebot von rund 350 Ausbildungsberufen, 12.000 Bachelorstudiengängen und 1.500 dualen Studiengängen wählen können. Denn genau dieser Rollentausch stellt die Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen: Erstmals in der gut zehnjährigen Geschichte des PDK-Ausbildungsgangs ist eine werbende Grundhaltung erforderlich, um junge Leute für sich zu gewinnen.

Generation Z ist selbstbewusst unterwegs

Die Generation Z der nach dem Jahr 2000 Geborenen, auch „Generation Greta“ genannt, hat eine positive Berufsperspektive und weiß, dass sie gebraucht wird. Entsprechend selbstbewusst tritt sie auf. Die Arbeitgeber ihrer Wahl sollen ethisch einwandfreie Arbeitsbedingungen bieten. Sie sollen aber auch nichts beschönigen. Also bleiben Sie authentisch! Versprechen Sie nichts in Ihren Job-Angeboten, was Sie nicht halten können. Das demotiviert zum Ausbildungsbeginn sehr schnell. Zwar müssen Ausbildungsbetriebe online zu finden sein, doch der Nachwuchs entscheidet sich noch immer häufig offline. Dabei spielen vor allem Erfahrungen im Praktikum oder bei Ausbildungsmessen eine Rolle. Aber auch der elterliche Rat steht hoch im Kurs. Denn beim Thema Berufswahl sind noch immer die Eltern die besten Influencer.

Nutzen des PDK-Berufs für das Unternehmen und die Gesellschaft herausstellen

Nichtsdestotrotz geht es darum, die jungen Bewerber vor allem digital einzufangen. So können Berichte über Azubi-Projekte und Firmenveranstaltungen auf der Unternehmenswebsite dazu beitragen, dass sich junge Menschen von Ihnen als Arbeitgeber angesprochen fühlen und sich über Ihre Ausbildungsplätze informieren wollen. Aktuelle Studien zu Azubi-Recruiting-Trends belegen zudem, dass junge Menschen zu 60 Prozent im Beruf nach Erfüllung suchen. Also lassen Sie keine Gelegenheit aus, den Nutzen des PDK-Berufs für das Unternehmen und die Gesellschaft herauszustellen.

Unternehmenskultur, Führung und Work-Life-Balance

Ähnlich wichtig bei der Entscheidung für ein Unternehmen ist der gute Ruf. Daher studieren junge Talente regelmäßig die anonymen Unternehmensbewertungen, beispielsweise auf kununu.de, zu Fragen, die die Unternehmenskultur, Führung und Work-Life-Balance potenzieller Arbeitgeber betreffen. Nutzen Sie diese Bewertungsportale für sich und fordern Sie Bewerber und Ihre Auszubildenden auf, dort eine Bewertung des Vorstellungsgesprächs beziehungsweise der Ausbildung abzugeben. Dass Sie die eingehenden Bewerbungen schnell bearbeiten, die Schüler rasch zum Vorstellungsgespräch einladen und wertschätzend mit ihnen umgehen, ist in jedem Fall eine Meldung wert. Und im Zeitalter von E-Mail und SMS kann Ihre Schnelligkeit bei der Reaktion auf Bewerbungen ein weiterer Pluspunkt sein.

Soziale Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram hoch im Kurs

Neben den klassischen Anzeigen in Print- und digitalen Medien zählen auch Aktivitäten auf Social-Media-Kanälen zum Marketing-Mix. Laut aktuellen Studien sind soziale Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram die Orte, um Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren zu erreichen. Also genau die Altersgruppe, die Sie als zukünftige Azubis suchen. Versetzen Sie sich deshalb in Ihre Zielgruppe und posten Sie interessanten Content! Dabei darf es gerne auch mal etwas unterhaltsamer zugehen. Social Media eignen sich optimal, um Ihre Postings zu liken, zu teilen und zu retweeten. So verdoppeln Sie Ihre Reichweite in wenigen Stunden.

Doch die tatsächliche Bewerbung wird in der Regel nicht über Social Media generiert, sondern über eine gut auffindbare Internetpräsenz oder das Profil auf einer Onlineplattform. Azubi.de, azubiyo.de, indeed.com oder jobbörse.de sind hier die Mittel der Wahl. Grundsätzlich empfiehlt es sich bei begrenzten Ressourcen natürlich auch, die eigene Website für Schülerinnen und Schüler zu optimieren, die gerade aktiv suchen.

One-Click-Bewerbung statt Papiertform

Die klassische Bewerbung auf Papier stirbt weiter aus. Denn nahezu alle Unternehmen setzen auf Online- oder E-Mail-Bewerbungen. Dabei rückt die sogenannte One-Click-Bewerbung immer stärker in den Fokus: Bewerber laden ihr Profil mit nur einem Klick aus einem beruflichen Netzwerk wie XING oder Linkedin auf die Seite eines potenziellen Arbeitgebers und machen damit die Profildaten im Handumdrehen als Lebenslauf zugänglich. Der Vorteil aus Bewerber-Sicht liegt auf der Hand: Er oder sie kann seine/ihre Bewerbung schneller denn je an den Mann oder die Frau bringen. Ein weiterer Pluspunkt für Sie: Mit einem Klick ist auch diese Bewerbung vom Smartphone oder Tablet schnell an Sie verschickt.

 

Von Bettina Richter, iGZ-Fachbereich Bildung, Digitale Bildung

Über die Autorin

Bettina Richter studierte Anglistik, Romanistik und Politikwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Nach ihrem Tageszeitungsvolontariat und mehrjähriger Redakteurstätigkeit sammelte sie Erfahrungen als Pressereferentin und Online-Redakteurin. Seit Anfang 2015 arbeitet Bettina Richter für den iGZ, wo sie seit Juni 2018 gemeinsam mit dem Fachbereich Bildung die Themen „Digitale Bildung“ und „Ausbildung“ vorantreibt.