iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian zur Situation der Branche

"Zeitarbeit ein optimaler Partner"

Das Zeitarbeitsjahr 2016 wird im Zeichen der geplanten Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und der Bewältigung der Flüchtlingsherausforderung stehen. Das schreibt die Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, Ariane Durian, in ihrem Weihnachtsbrief an alle iGZ-Mitglieder.

iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian: „Für die Integration und Begleitung der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt ist die Zeitarbeitsbranche ein optimaler Partner."

„Wir alle verfolgen mit großer Verwunderung die Aktivitäten von Frau Nahles“, so Durian. Nachdem aus dem „Referentenentwurf“ dann schnell nur noch ein „Diskussionspapier“ wurde, werde der Entwurf jetzt noch einmal überarbeitet. Und selbst wenn das Gesetzgebungsverfahren dann im Frühjahr formal beginne, gelte die These des ehemaligen SPD-Fraktionschefs Peter Struck: „Kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es reingekommen ist.“

Bündnispartner

Die iGZ-Bundesvorsitzende ist zuversichtlich, dass sich Änderungen erreichen lassen, denn sie weiß starke Bündnispartner an der iGZ-Seite: „Wir sind gemeinsam mit den übrigen Arbeitgeberverbänden ganz nah an der Politik und arbeiten und kämpfen weiter für einen optimierten Entwurf.“

Flüchtlingspolitik

Auch mit Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen durch die Flüchtlinge sieht sie gute Voraussetzungen für die Zeitarbeit: „Für die Integration und Begleitung dieser Menschen in den Arbeitsmarkt ist die Zeitarbeitsbranche ein optimaler Partner. Keine Branche beschäftigt sich seit Jahrzehnten so erfolgreich mit der Integration von Menschen mit Vermittlungshemmnissen wie die Zeitarbeit.“

Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen für die Beschäftigung von Flüchtlingen habe sich bereits verbessert: Eine Beschäftigung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung sei nun schon nach drei, spätestens aber nach 15 Monaten möglich. Erste Pilotprojekte und Modelle seien in Planung. Parallel dazu werde in Kürze auch die arbeitsmarktpolitische Expertise in der Bundesgeschäftsstelle ausgebaut.

Engagement positiv

Insgesamt zieht Ariane Durian ein positives Fazit der Verbandsarbeit in den vergangenen zwölf Monaten: „Beim Arbeitgebertag der BDA in Berlin konnte ich vor wenigen Tagen vor Ort von den drei Präsidenten der Verbände BDA, BDI und DIHK, aber auch von Vertretern der Politik hören und feststellen, dass all unsere Gesprächspartner aus Wirtschaft, Politik und den Verbänden das Thema Zeitarbeit im Blick haben. Man zeigte mir mit vielen Äußerungen, wie positiv das Engagement des iGZ auf haupt- und ehrenamtlicher Ebene wahrgenommen wird und wie gut die Zusammenarbeit ist. Es gibt einen Schulterschluss, der Ergebnis unserer beharrlichen, kompetenten und konstruktiven Arbeit in den vergangenen Monaten und Jahren ist. Wir sind auf Augenhöhe mit allen Akteuren der Wirtschaft. Man sieht uns als wichtigen und unverzichtbaren Partner, mit dem man gemeinsam für den Erhalt einer der wichtigsten Dienstleistungen der Wirtschaft kämpft.“

Wo der Zeitarbeitsschuh (noch) drückt:

Posted by Faire Zeitarbeit on Dienstag, 22. Dezember 2015