iGZ-Landesbeauftragter Robert A. Schäfer beim SPD-Wirtschaftsforum

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Robert A. Schäfer

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Über Folgen der AÜG-Reform diskutiert

Die Auswirkungen der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) standen im Fokus eines Gesprächs des iGZ-Landesbeauftragten für Hessen, Robert A. Schäfer, mit Thorsten Schäfer-Gümbel, Landesvorsitzender der SPD und Fraktionsvorsitzender der SPD im Hessischen Landtag, sowie stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.

Der iGZ-Landesbeauftragte für Hessen, Robert A. Schäfer (l.), sprach mit Thorsten Schäfer-Gümbel, Landesvorsitzender der SPD und Fraktionsvorsitzender der SPD im Hessischen Landtag, sowie stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, über die jüngsten Entwicklungen in der Zeitarbeit.

Am Rande des Wirtschaftsforums der SPD in Frankfurt erläuterte Schäfer dem Politiker, man müsse die Zeitarbeitsbranche nun auch einmal in Ruhe agieren lassen und dürfe sie nicht noch weiter mit gesetzlichen Regulierungen einschränken.

Wettbewerbsfähigkeit

Wer ständig die Gesetzeskeule schwinge, dürfe sich nicht wundern, wenn irgendwann die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft erlahme. Der iGZ-Landesbeauftragte erinnerte in diesem Zusammenhang an die wichtige Rolle der Zeitarbeit als Flexibilisierungsinstrument der Wirtschaft – dies sei eine fundamentale Voraussetzung für die Gewährleistung nationaler wie auch internationaler Wettbewerbsfähigkeit.

Vorreiter Zeitarbeit

Zudem sei die Branche ein echter Vorreiter in Sachen Flüchtlingsintegration – der iGZ-Landesbeauftragte erinnerte den Politiker daran, dass die Zeitarbeit bei der Flüchtlingsbeschäftigung mit Abstand die höchste Quote über alle Branchen hinweg habe. Nicht nur das – zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer seien zuvor beschäftigungslos gewesen. Die Branche habe also auch eine nicht zu unterschätzende Funktion in der (Wieder-)Eingliederung von Arbeitskräften in den Arbeitsmarkt.

Arbeitsmarkt in Hessen

Beide beleuchteten auch den Arbeitsmarkt in Hessen und stellten fest, dass dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten des digitalen wirtschaftlichen Wandels eine immer größere Bedeutung zukomme.

Meinungsaustausch

Dritter im Bunde des intensiven Meinungsaustausches war Rudolf Scharping: Er war 1991 bis 1994 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1998 bis 2002 Bundesminister der Verteidigung. Von 1993 bis 1995 war er außerdem Bundesvorsitzender der SPD, bei der Bundestagswahl 1994 war er Kanzlerkandidat. Von März 1995 bis Mai 2001 war Scharping Parteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE). (WLI)