Statistisches Amt veröffentlicht Arbeitsmarktstatistik

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Themenseite: Arbeitsmarktpolitik

Sommerhoch in der Zeitarbeit

Der positive Trend setzt sich fort: Im Vergleich zum Vormonat April arbeiteten im Monat Mai 20.400 mehr Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche. Insgesamt stieg die Zahl der Zeitarbeitnehmer binnen eines Monats von 838.500 auf nun 858.900, was einem Plus von 2,4 Prozent entspricht. Im Vorjahresvergleich sieht´s noch besser aus: Das Statistische Amt der Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnet für diesen Zeitraum einen Zuwachs um 33.000 Zeitarbeitnehmer (plus vier Prozent).

„Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind positiv“, verkündete denn auch der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele: Die Zahl der Arbeitslosen habe im Juli aus jahreszeitlichen Gründen zwar zugenommen, saisonbereinigt habe es aber einen Rückgang gegeben. Die Beschäftigung sei erneut kräftig gewachsen und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steige auf hohem Niveau weiter an.

Mehr Arbeitslose

Laut BA-Pressemitteilung ist die Zahl der Arbeitslosen von Juni auf Juli um 45.000 auf 2.518.000 gestiegen. Bereinigt um die jahreszeitlich üblichen Einflüsse ist die Arbeitslosigkeit um 9.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Gegenüber dem Vorjahr waren 143.000 weniger Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet.

Erwerbstätigkeit gestiegen

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juni saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 46.000 gestiegen. Mit 44,38 Millionen Beschäftigten fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 670.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von April auf Mai saisonbereinigt um 75.000 zugenommen. Insgesamt waren im Mai nach hochgerechneten Angaben 32,14 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 744.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Arbeitskräfte sind gefragt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im Juli waren 750.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 76.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 11.000 erhöht.

Stabiler Ausbildungsmarkt

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juli 2017 meldeten sich 512.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden ebenfalls 512.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr. Bundesweit zeigen sich damit zwar Ausbildungsstellen- und Bewerberzahl rechnerisch ausgeglichen. Wie in den Vorjahren treten aber Ungleichheiten zu Tage, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Berufswünsche

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz hängen neben Region oder Qualifikation sehr vom Berufswunsch ab. Deutschlandweit waren im Juli 2017 die meisten noch unbesetzten Ausbildungsstellen gemeldet für angehende Kaufleute im Einzelhandel (13.000 Ausbildungs­angebote), Verkäufer (11.000) und Köche (6.000). Insgesamt standen im Juli 2017 bundesweit 179.000 unbesetzten Ausbildungsstellen 151.000 noch unversorgte Bewerber gegenüber. Bezieht man die Zahl der „Bewerber mit Alternative“, die zusätzlich zu den unversorgten Bewerbern im Juli 2017 noch eine Ausbildung suchten, mit ein, waren 16.200 mehr gemeldete Bewerber auf Ausbildungssuche als unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet waren. (WLI)